Österreich kümmert sich um Trinkwasser: Versorgt mit Deutschland 15.000 Menschen
- Rotes Kreuz reist mit sechs Anlagen in Krisengebiete
- Durch mobile Geräte kann sich Helferteam aufsplitten
·40 Tonnen Hilfsgüter in Burma eingelangt
Opfer erhalten Decken, Zelte und Moskitonetze
·Mehr als 40 Prozent der Opfer sind Kinder
Zyklon-Katastrophe in Burma trifft die Kleinsten
·Helfern bietet sich Bild des Schreckens
Ausmaß gravierender als
bei Tsunami-Katastrophe
Ein deutsch-österreichisches Team macht sich nun auf dem Weg nach Burma, um sauberes Trinkwasser in das vom Zyklon "Nargis" zerstörte Gebiet zu bringen. Diese grenzübergreifende Zusammenarbeit ist vor allem durch die Bedingungen vor Ort entstanden, berichtete Günter Stummer, Leiter "Emergency Response Units, Mission Desk" des Österreichischen Roten Kreuzes.
Die durch das Hochwasser unpassierbaren Straßen machen den Einsatz einfacherer und flexiblerer Anlagen aus Deutschland nötig, die Österreicher steuern das Verteilungsmaterial bei. Sowohl bei der Wasserproduktion, als auch bei der Verteilung wechseln sich die beiden aber ab.
Trinkwasser für 15.000 Personen täglich
Das österreichische Rote Kreuz reist meist mit zwei Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung in Krisengebiete, nach Burma gehen diesmal aber sechs Geräte. Das Ziel der Mission ist es, "bis zu 15.000 Personen täglich mit sauberem Wasser zu versorgen." Die großen Anlagen könnten zwar die dafür nötigen 225.000 Liter erzeugen, sind aber für die Gegebenheiten in diesem Gebiet viel zu unflexibel. Das Hochwasser habe viele Straßen unpassierbar gemacht, zudem sind die Bewohner auf das ganze Gebiet verstreut. "Die große Anlagen machen immer 225.000 Liter, egal ob für 5.000 Menschen oder für 15.000", erklärte Stummer.
Die mobilen Geräte machen es möglich, dass sich das Team aufsplitten und in verschiedenen Regionen arbeiten kann. Das Wasser muss nicht mühsam über weite Wege transportiert werden, "wir sind viel schlagkräftiger", sagte Stummer. "So haben wir sechs Wasserzentren statt zwei und können rundherum kleine Verteilungsnetze aufbauen. Zudem haben die sechs Anlagen locker in einem Pick-up Platz."
Material aus österreichischer Hand
Das Material für die Verteilungsnetze kommt aus österreichischer Hand. Dabei handelt es sich um Pumpen sowie Falttanks mit einem Fassungsvermögen von 5.000 bis 10.000 Kubikmetern, die auf Lkw montiert werden können. Diese Tanks werden an den Aufbereitungsanlagen mit Hilfe der Pumpen befüllt und machen sich dann auf den Weg zu den Ortschaften. Dort befinden sich fixe Tanks zu je 10.000 Litern, an denen Rotkreuz-Helfer Leitungssysteme montieren, führte Stummer aus. An deren Ende befinden sich sechs Wasserhähne, jede Person darf dort bis zu 15 Liter pro Tag entnehmen. (apa/red)
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