Konferenz zur Ächtung von Streubomben: Hunderte Länder gegen gefährliche Munition
- Konventionstext soll bis zum Monatsende vorliegen
- Papst fordert eindringlich Konvention gegen Bombe
Vertreter von mehr als hundert Ländern treten heute in der irischen Hauptstadt Dublin zu neuen Beratungen über ein internationales Verbot von Streumunition zusammen. Eine Konvention zur Ächtung von Streubomben (Cluster Bomb) hat Papst Benedikt XVI. eindringlich gefordert. Das katholische Kirchenoberhaupt betete in Genua "für die Opfer der Streumunition und ihre Familien" und drückte die Hoffnung aus, dass die Konferenz ein Verbot dieser "mörderischen Sprengkörper" beschließen möge. Bis zum 30. Mai soll ein Text vorliegen.
Streubomben, die Experten als "die heimtückischsten Waffen unserer Zeit" bezeichnen, sind die gefährlichsten konventionellen Waffen, seitdem Landminen 1997 geächtet wurden. Diese Waffen aus Hunderten kleiner Sprengkörper sind seit dem Zweiten Weltkrieg im Einsatz und haben weltweit Zehntausende Zivilisten getötet und schwer verletzt, vor allem Kinder. Sie wurden in jüngster Zeit von den USA im Irak und in Afghanistan und von Israel 2006 im Libanon eingesetzt. Die USA haben große diplomatische Anstrengungen unternommen, um Teilnehmer der Dublin-Konferenz von der Unterstützung eines Totalverbots von Streubomben abzubringen.
(apa/red)
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