Saudi-Arabien gibt Bushs Wünschen nach:
Königreich erhöht seine Erdölproduktion
- Fördermenge nun 300.000 Barrel am Tag mehr
- US-Wirtschaft leidet massiv unter hohem Ölpreis

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Saudi-Arabien hat seine Ölproduktion im Mai um 300.000 Barrel am Tag erhöht. Dies gab Ölminister Ali al-Naimi in Riad bekannt. Kurz zuvor war US-Präsident Bush zu einem Besuch bei König Abdallah in der saudischen Hauptstadt eingetroffen, um auf höhere Fördermengen zu drängen. Der Ölpreis hatte zuletzt mit fast 128 Dollar pro Barrel neue Rekordhöhen erreicht.
Ein Berater Bushs spielte die Bedeutung der saudischen Ankündigung herunter. Die saudiarabischen Gesprächspartner hätten gegenüber Bush klargemacht, dass eine Produktionsteigerung dieser Größenordnung keinen großen Einfluss auf den Ölpreis haben werde.
Saudi-Arabien produziert im Mai nach Angaben Naimis 9,45 Millionen Barrel pro Tag. Der Ölminister verwies in seiner Erklärung allerdings darauf, dass die bekanntgegeben Erhöhung der Fördermenge auf Wunsch von etwa 50 Kunden erfolgt sei, die meisten davon aus den USA. Angebot und Nachfrage seien damit im Gleichgewicht. Saudi-Arabien sei in der Lage, die Nachfrage seiner Kunden zu befriedigen, sagte Naimi. Dies wird als Hinweis gewertet, dass die Produktion gegebenenfalls weiter erhöht werden könnte.
Die US-Wirtschaft leidet unter den Folgen der weltweiten Finanzkrise und dem hohen Ölpreis. Saudi-Arabien ist der weltgrößte Rohöl-Exporteur und wichtigstes Mitglied der Ölkartells OPEC, dessen 13 Mitgliedstaaten rund 40 Prozent des Welt-Rohölbedarfs fördern. Die Aussagen von Ölminister Nuaimi wurden von Beobachtern allerdings dahingehend interpretiert, dass es sich um eine punktuelle Produktionssteigerung handelt. Dass die OPEC ihre Fördermenge erhöht, um dem Preisanstieg Einhalt zu gebieten, gilt weiter als unwahrscheinlich. (apa/red)
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