Mittwoch, 14. Mai 2008

Ausgangssperre nach Anschlag in Indien: Bisher schwerstes Attentat in diesem Jahr

  • Angriff forderte mindestens 80 Tote und 150 Verletzte
  • Muslimische Terrorgruppe "HuJI" als Täter vermutet

Nach der Bombenserie in der nordwestindischen Touristenmetropole Jaipur ist eine Ausgangssperre über Teile der betroffenen Altstadt verhängt worden. Die Ausgangssperre sei eine Vorsichtsmaßnahme, meldete die Nachrichtenagentur PTI. Beerdigungen seien ausgenommen.

Bei dem ersten schweren Terrorangriff in der Hauptstadt des Bundesstaats Rajasthan waren mindestens 80 Menschen getötet und 150 verletzt worden. Acht Sprengsätze waren innerhalb von wenigen Minuten detoniert.

Die Sicherheitskräfte in der indischen Hauptstadt Neu Delhi und in der Wirtschaftsmetropole Bombay (Mumbai) wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Die Regierung rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. Das Innenministerium in Neu Delhi und die Polizei in Rajasthan sprachen von einem Terrorangriff. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Hinter den Attentaten vermuteten die Behörden die muslimische Terrorgruppe Harkut-ul-Jehadi Islami (HuJI) aus Bangladesch, berichtete PTI.

In Indien verüben muslimische und andere Extremistengruppen immer wieder Anschläge. Attentate wie dieses hatte es bisher nicht in Jaipur und in dem bei Urlaubern beliebten Wüstenstaat Rajasthan gegeben. In Indien war es der bisher schwerste Terroranschlag in diesem Jahr. (apa/red)

14.5.2008 21:40