Österreich und Chile fördern Klimaschutz:
"Kommen in dieser Frage in Lima weiter"
- Gusenbauer und Bachelet festigen Kooperation
- PLUS: Scherz von Gusenbauer geht nach hinten los
·Gusenbauers Scherz geht nach hinten los
Kanzler witzelt vor dem Kongress in Argentinien
·Präsidentin steht für Offenheit & Toleranz
Bachelet symbolisiert die neue Politiker-Generation
·Gusenbauer hält Rede in Argentinien
Engagiert sich für den Klimaschutz auf Spanisch
·Lateinamerika in mehreren Rot-Tönen
'Lula', Bachelet, Chavez:
Links ist nicht gleich links
·Kanzler Gusenbauer auf Besuch in Brasilien
Verstärkte Kooperation mit Österreich vereinbart
·Gusenbauer wirbt für
ein geeeintes Europa
Peru: Stellungnahme vor
EU-Lateinamerika-Gipfel

Österreich und Chile wollen sich beim kommenden EU-Lateinamerika-Karibik-Gipfel in Lima (Peru) für Fortschritte beim Klimaschutz einsetzen. Das erklärten die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer nach einer Unterredung in Santiago de Chile. "Ich bin sehr optimistisch, dass wir in dieser Frage in Lima weiterkommen", sagte Gusenbauer. Bachelet sagte, der Klimawandel sei eine Herausforderung für alle. "Wir müssen uns alle anstrengen und müssen ein Abkommen erzielen."
Ziel müsse es sein, die Energieeffizienz zu erhöhen, meinte der Bundeskanzler. "Die nicht verbrauchte Energie ist die billigste." Außerdem müsse mehr Augenmerk auf erneuerbare Energien gelegt werden. "Wir brauchen auch einen vernünftigen Umgang mit fossilen Brennstoffen."
Bachelet regte an, die Energiefrage auch an die Verbesserung der Probleme wegen der hohen Nahrungsmittelpreise zu koppeln. Es müssten neue Technologie entwickelt werden, die auch die Transporte billiger machen würden. "Dann gibt es auch billigere Transportmöglichkeiten für Nahrungsmittel."
Österreich und Chile seien beide mittelgroße Länder auf ihren Kontinenten, die schon schwierige Zeiten in Sachen Menschenrechten durchlebt hätten, nunmehr aber Verfechter der Demokratie und Menschenrechte seien, meinet Bachelet weiter und erinnerte daran, dass Österreich nach dem Militärputsch 1973 viele chilenische Flüchtlinge aufgenommen habe.
Der Präsidentenpalast "La Moneda", in dem das Treffen stattfand, war beim Putsch, bei dem der damalige Präsident Salvador Allende das Leben verlor, beschossen und bombardiert worden. Bachelets Vater war ein Luftwaffengeneral und Militärberater Allendes, der ich an dem Aufstand nicht beteiligte. Er starb an den Folgen von Folter. Auch Tochter Michelle wurde während der Diktatur verfolgt und ging ins Exil.
Gusenbauer erinnerte auch daran, dass er Ende der 1980er-Jahre als Beobachter bei den ersten freien Wahlen nach der Diktatur von General Augusto Pinochet in Chile gewesen sei. (apa/red)
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