Mittwoch, 14. Mai 2008

US-Präsident Bush besucht Nahen Osten:
Friedensprozess im Mittelpunkt seiner Reise

  • Zweitägiger Israel-Besuch mit Rede vor der Knesset
  • Weitere Aufenthalte in Saudi-Arabien und Ägypten

US-Präsident George W. Bush ist in Israel eingetroffen, wo er an den offiziellen Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der israelischen Staatsgründung teilnimmt. Der US-Präsident flog zunächst nach Jerusalem. Bush hatte mit der Konferenz von Annapolis im Vorjahr nach sieben Jahren des Stillstands israelisch-palästinensische Gespräche durchgesetzt, die nach seinen Vorstellungen noch vor seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus Anfang 2009 zu einer Zwei-Staaten-Lösung führen sollen.

Vor seiner Ankunft räumte er ein, dass dieser Zeitrahmen zu optimistisch sein könnte. Er hoffe, dass man bis dahin aber einige Festlegungen erzielten könne. Bush reist in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal in die Region. Vorgesehen für den zweitägigen Israel-Besuch sind eine Rede vor der Knesset, Beratungen mit israelischen Spitzenpolitikern und ein Abstecher zur antiken Bergfestung Masada über dem Toten Meer.

Im Mittelpunkt der Gespräche soll der Stand im Friedensprozess mit den Palästinensern stehen. Am Freitag reist der US-Präsident nach Saudi-Arabien weiter, um den 75. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Riad und Washington zu begehen. Am Samstag fliegt Bush dann nach Ägypten, wo Begegnungen mit mehreren arabischen Staatschefs auf dem Programm stehen - unter anderem mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas. (apa/red)

14.5.2008 10:37