Ermittlungen am Tatort werden fortgesetzt:
Experten untersuchen Verlies in Amstetten
- Erhebungen am Tatort werden noch Wochen dauern
- Sachverständige untersuchen Installationsarbeiten

·Befragung von Josef F. erst nächste Woche
Staatsanwalt gibt keinen genauen Termin bekannt
·Staatsanwältin traf
erstmals auf Josef F.
Verdächtiger gab sich bei Gespräch kooperativ
Im Inzest-Fall in Amstetten sind die Ermittlungen am Tatort fortgesetzt worden. Sachverständige werden in dieser Woche im Verlies Installationen wie Elektrik, Gas und Wasser untersuchen, berichtete Oberst Franz Polzer, Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich (LKA NÖ), der APA.
Die Erhebungen am Tatort werden noch Wochen in Anspruch nehmen, so Polzer. Besondere neue Erkenntnisse waren vorerst nicht zu erwarten. Im Garten des Hauses werde der Boden auch noch untersucht.
Wesentlich für die Ermittler sei zu beurteilen, ob der Tatverdächtige Josef F. sämtliche Installationen alleine bewältigen habe können. "Wir gehen davon aus", sagte Polzer. Es zeige sich überdies weiter "kein Ermittlungsansatz" auf einen möglichen Mittäter. Auch bei anderen Abhängigkeitsanzeigen könne keine Verbindung zu dem 73-Jährigen hergestellt werden.
Am 27. April war in Amstetten ein schier unglaubliches Verbrechen bekannt geworden: In einem Verlies soll der 73-jährige Josef F. seine Tochter 24 Jahre lang eingesperrt gehalten und sexuell missbraucht haben. Während der Gefangenschaft dürfte der Mann mit der 42-jährigen Elisabeth F. sieben Kinder gezeugt haben, eines von ihnen sei nach der Geburt gestorben. Das Baby habe der Mann in einem Holzofen verbrannt. Josef F. habe sich zu den Tathandlungen weitgehend geständig gezeigt. Der 73-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft.
(APA/red)
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