Freitag, 16. Mai 2008

Trickbetrüger bringt Senioren um Geld und Schmuck: Gab sich bei Wienern als Neffe aus

  • Bestahl eine 78-jährige Frau um fünfstelligen Betrag
  • Polizei warnt: Fremden niemals ohne Türkette öffnen

Wiener Pensionisten sind gleich zweimal Opfer von Trickbetrügern geworden. Ein Unbekannter gab sich bei einer 78-Jährigen als Angehöriger aus und brachte sie um einen fünfstelligen Geldbetrag. Im zweiten Fall verschafften sich eine Frau und ein Mann ebenfalls durch einen Trick Zutritt zur Wohnung eines Senioren-Ehepaars, durchsuchten das Schlafzimmer nach Wertgegenständen und flüchteten mit ihrer Beute.

Vormittags rief ein unbekannter Mann mit dem "Neffentrick" bei einer Seniorin an und gab vor, ein Angehöriger zu sein, der sich Geld für eine Wohnung ausleihen wollte. Die gutgläubige Frau besorgte anschließend bei der Bank die gewünschte Summe. Am frühen Nachmittag meldete sich der Betrüger erneut per Telefon und sagte, er sei noch beim Notar und schicke seine Frau zum Geldabholen. Die Pensionistin übergab der Unbekannten schließlich einen fünfstelligen Euro-Betrag.

Im zweiten Fall verschafften sich eine Frau und ein Mann Zutritt in die Wohnung eines Pensionisten-Ehepaars, indem sie vorgaben, ein Paket für eine Nachbarin abgeben zu wollen. Dann lenkte die Betrügerin den 83-Jährigen und seine zwei Jahre jüngere Frau ab, während ihr Komplize das Schlafzimmer nach Wertgegenständen durchsuchte. Als er fündig wurde, verließen die Unbekannten die Wohnung.

Fremden Tür nur mit Sicherheitsvorrichtung öffnen!
Die Polizei warnt aufgrund der Vorfälle erneut vor Trickbetrügern: Einzeltäter oder Gruppen geben sich entweder als hilfsbereite Menschen aus oder täuschen vor, selbst Hilfe zu benötigen. Oft verkleiden sie sich auch als Mitarbeiter des E-Werks oder Gaswerks.

Senioren sollten Fremden nie sofort die Wohnungstür öffnen und eine Türkette oder einen Sperrbügel vorlegen. Von "Amtspersonen" sollte ein Ausweis verlangt und fremden Personen nie Sparbücher, Geld oder Wertsachen übergeben werden. Nachrichten, Pakete oder andere Sendungen für Nachbarn sollten nie übernommen werden. Auch empfiehlt die Polizei, nichts an der Wohnungstür zu kaufen und keine Unterschrift für Bestellungen oder als Bestätigungen zu leisten. (apa/red)

16.5.2008 13:20