Montag, 5. Mai 2008

Aufgelaufen: Luxus-Liner steckt von der Küste von Riga metertief in einer Sandbank

  • Freischleppversuche sind bisher alle gescheitert
  • 900 Passagiere genießen unterdessen Leben an Bord

Ein abruptes Ende fand eine Kreuzfahrt vor der Küste von Lettland. Das Schiff "Mona Lisa" lief in der Bucht von Riga auf eine Sandbank auf und ist seitdem manövrierunfähig. Freischleppversuche scheiterten. Die 650 Passagiere und 320 Besatzungsmitglieder mussten evakuiert werden.

Die Fahrt für das am Sonntag auf einer Sandbank in der Einfahrt zur Rigaer Bucht gestrandete Kreuzfahrtschiff "Mona Lisa" ist endgültig vorbei. Alle Versuche den Luxus-Liner wieder flott zu bekommen, scheiterten. Aufziehendes Schlechtwetter machte dann Entscheidung zur Evakuierung der Passagiere notwendig,sagte Küstenwache-Chef Hermanis Cernovs der baltischen Nachrichtenagentur BNS.

Die Passagiere wurden mit zwei Schiffen der lettischen Küstenwache in den südwestlich der Unglücksstelle gelegenen Hafen Ventspils gebracht. Es werden für die kommenden Stunden Windstärken bis zu 18 Meter pro Sekunde erwartet.

Reise zu Ende
Beim deutschen Reiseveranstalter Lord Nelson Reisen konnte man keine Auskunft geben, ob die Urlauber ihre Kreuzfahrt zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen können. Vermutlich würden sie nach Deutschland zurückgebracht, hieß es auf Anfrage der APA. Geschäftsführer Herbert Fervers hatte sich am Montag persönlich auf das festsitzende Schiff begeben.

Die schwedische Küstenwache ist nach Angaben eines Sprechers für einen Assistenzeinsatz weiterhin bereit, hat bisher aber noch kein diesbezügliches Ersuchen aus Lettland erhalten.
(apa/red)

5.5.2008 13:39