Nach warmem Winter steht Österreich Zeckenplage bevor: Aufruf zu Schutzimpfung
- Im Extremfall kann FSME sogar tödlich enden
- Impfen schützt: Auffrischung alle fünf Jahre nötig
Zecken sind lästige Blutsauger und Überträger der gefährlichen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die meist zu einer Gehirnhautentzündung führt. Auch heuer muss man aufgrund des warmen Winters wieder mit einer Zeckenplage rechnen.
"Nicht jede Zecke ist Träger der gefährlichen FSME-Viren. Ist sie aber infiziert, nimmt mit jeder Minute die Gefahr der Erregerübertragung und damit einer Erkrankung zu, erklärte Martin Millauer, Facharzt für Innere Medizin und Vorsorgereferent der Ärztekammer Steiermark. FSME beginnt in einer ersten Phase mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Nackensteifigkeit oder Gelenkschmerzen.
In einer zweiten Phase kommt es je nach Schwere der Erkrankung zu einer Gehirnhautentzündung, bei Beteiligung des Gehirns und des Rückenmarks auch zu Lähmungen und zu schweren Beeinträchtigungen. "Eine Therapie ist derzeit nicht möglich, sondern nur eine Linderung der Symptome", erklärte Millauer. Im Extremfall kann FSME sogar tödlich enden.
Impfen schützt
Vor der Krankheit kann man sich mit einer Impfung schützen. Viele Österreicher nehmen eine Schutzimpfung aber nicht in Anspruch. "Entgegen der allgemeinen Meinung sind Zecken aber nicht nur in Wäldern anzutreffen, sondern mittlerweile auch in Städten verbreitet", warnte Rupert Kisser vom KfV.
Die FSME-Impfung besteht aus drei Teilimpfungen, nach der letzten sollte alle fünf Jahre eine Auffrischungsimpfung erfolgen. Ab einem Alter von 60 Jahren wird die Auffrischungsimpfung alle drei Jahre empfohlen, da das Immunsystem im Alter geschwächt und der Impfschutz daher verkürzt ist.
(apa/red)

