Zurück in die Zukunft: Auch die 70er-Jahre hatten ihren Stars - Modemacher Lord Rieger
- Früher verkaufte er indische Hemden, heute Unikate
- Agentur-Chef Dominik Wachta über den Mode-Guru

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"Österreichs nächstes Topmodel" ist anders
Die Modewelt. Unendliche Möglichkeiten. Wir befinden uns in der Gegenwart. Dies sind die Abenteuer des neuen Lord Rieger, der viele Jahre entfernt unterwegs war um neue Welten zu entdecken, unbekannte Stoffe zu finden und neue Trends zu kreieren. Lord Rieger dringt dabei in Länder vor, die nicht viele Österreicher zuvor gesehen haben.
So ähnlich würde ein Film beginnen, um einen der ganz Grossen der österreichischen Designerszene zu beschreiben. In den 70er und 80er Jahren noch Trendsetter, ist es um den sympathischen Herbert Rieger sehr ruhig geworden.
Alleine 200.000 indische Hemden hat er pro Jahr verkauft, erzählt der leicht ergraute Designer stolz. Die Stars gingen bei ihm ein und aus, jeder wollte ein Original "Lord-Rieger" Outfit haben. Angefangen hatte er auf einem Flohmarkt, als er die ersten Glockenhosen in Österreich verkaufte. Mit dem verdienten Kapital schuf er eine Modekette, die damals ihresgleichen suchte. Mit seinen ausgefallenen Stoffen aus England, Frankreich, Afghanistan, Indonesien und Hongkong schuf er neue Dimensionen und war damals der wohl erfolgreichste österreichische Designer.
Kampf gegen die "Großen"
Alsbald entdeckten die grossen Modeketten den österreichischen Markt. Es kam zu massiven Umsatzeinbußen und Herbert Rieger hatte einige harte Jahre vor sich. Diese hat er jetzt jedoch mit Bravour gemeistert und mit viel Vorfreude präsentiert er seine neuen Ideen.
Exklusive Einzelstücke
Man sieht wieder einen Glanz in den Augen, wie man ihn vormals lediglich vermutet hat. Er spricht über Stoffe, wie wenn sie nicht schöne Mädchen kleiden würden, sondern selbst welche wären: "Ich liebe an den indischen Stoffen deren unglaubliche Farben, die fantastischen Stickereien, die unglaubliche Qualität der Handarbeit und die natürlichen Unregelmässigkeiten," beginnt er zu schwärmen.
Mittlerweile gibt es bei Herbert Rieger nur noch Einzelstücke. Er möchte der schnell-lebigen Zeit, der mangelnden Qualität vieler Kommerz-Produzenten, einfach ehrliche Handarbeit entgegensetzen. Einige hatten ihn schon abgeschrieben, doch die Stars kehren zu ihrem Designer zurück. Auch das Glück kehrt zurück und Lord Rieger ist drauf und drann wieder zu einem wichtigen Faktor in der österreichischen Modeszene zu werden.
Kein Szenemensch
Er sei aber kein Szenemensch, so Rieger, was seine Mission etwas erschwert. Doch die Qualität seiner Mode spricht für sich und wird sich abermals durchsetzen. Auch in schweren Zeiten hat er auf eines nicht vergessen: Menschen zu helfen, denen es nicht so gut wie ihm geht. Für den Life-Ball spendet er jedes Jahr 100 Gutscheine für die grosse Tombola.
Früher waren zudem zahlreiche Outfits bei der weltbekannten Aidsgala von ihm. Immer mehr Leute lassen sich wieder ihr perfektes Life-Ball Outfit bei Lord-Rieger produzieren. Es ist IN retro zu sein, es ist IN Qualität zu zeigen.
Zweiter Frühling
In jedem seiner Einzelstücke findet man ein grosses Stück Kultur, eine Mischung aus indischer und österreichischer Geschichte. Und das ist doch das schöne an der Mode: Sie verbindet die Kulturen, sie verbindet die Völker, sie verbindet die Menschen.
Und im Endeffekt kommt Gutes immer zurück. So erlebt auch Lord Rieger einen zweiten Frühling. Wir haben das Jahr 2008: Die Modebranche steht auf, applaudiert und freut sich mit ihm. Wir haben ihn wieder in unserer Mitte.
Wer seinen Lieben eine besondere Freude machen oder sich einfach selbst etwas gönnen will: Unter www.lord-rieger.at gibt es weitere Informationen.
Dominik Wachta ist Inhaber der Model-Agentur "Jademodels International"
