Mobilfunker weiterhin unter Druck der EU:
Daten- und SMS-Roaming ist noch zu teuer
- Öffentliche Anhörung zu Preisobergrenzen gestartet
- Mobilfunkanbieter setzen bereits erste Maßnahmen

·AK: Handy-Provider
"fesseln" Kundschaft
Telefonie billiger, dafür Wechsel immer teurer
·Datenroaming wird durch "3" günstiger
Europaweite Kooperation ermöglicht Preissenkung
·EU-Roaming bringt Provider in Bedrängnis
Studie: Neue Lösungen für Ausgleich notwendig
·Roaming-Tarife sind noch immer zu hoch
Verbraucherschützer mit erneuter Kritik an Kosten
Handynutzer können auf sinkende Preise für SMS und Internetnutzung im Ausland hoffen. Die EU-Kommission startete eine mehrwöchige öffentliche Anhörung zur Notwendigkeit einer Preisobergrenze für diese Dienste. EU-Medienkommissarin Viviane Reding hat bereits mehrfach eine entsprechende Verordnung angekündigt, sollten die Handynetzbetreiber ihre Tarife nicht bis zum 1. Juli deutlich senken.
Zur Zeit zahlen Verbraucher für Datenverbindungen im Ausland zwischen fünf und 14 Euro pro Megabyte. Im vergangenen Sommer hatte die EU-Kommission bereits die Preise für Handy-Gespräche im Ausland begrenzt.
Eine Preisobergrenze für Datenverbindungen, die etwa für Internet und für MMS-Nachrichten benötigt werden, ist umstritten, da sich viele dieser Dienste noch in der Entwicklung befinden. Der Mobilfunkanbieter E-Plus hatte allerdings kürzlich angekündigt, zum Start der Sommerferien seine Preise für die mobile Internetnutzung in neun europäischen Ländern senken zu wollen. Kunden des drittgrößten deutschen Mobilfunkers sollen dann nur noch 50 Cent pro Megabyte Daten bezahlen. Zuvor hatte sich das Unternehmen mit Partnerfirmen auf einen Großhandelspreis von 25 Cent pro Megabyte geeinigt. (apa/red)
