Fußball am Handy geht in den Endspurt:
Vorbereitungen vor EURO bis 30. 5. beendet
- User kann DVB-H erst nach Vertragsänderung nutzen
- Öffentlich-rechtliche Sender via UMTS am beliebtesten

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Mobilfunker hoffen auf EURO 2008 als Zugpferd
Die Vorbereitungen für Handy-Fernsehen sind in der Finalphase. Am 30. Mai soll die Netzabdeckung für DVB-H in den vier österreichischen Spielstädten der Fußballeuropameisterschaft, Wien, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt, abgeschlossen sein. Wer die EURO oder Alternativprogramme über DVB-H empfangen will, muss einen entsprechenden Vertrag mit den Mobilfunkern "3" und One, abschließen. Wann die Unternehmen ihren Verkauf starten, halten sie derzeit noch geheim. Als erstes DVB-H Endgerät wird das Nokia N77 zur Verfügung stehen, erläuterte Alexander Koppel von "3" bei einem Hintergrundgespräch.
Mit dem sogenannten Basispaket können zunächst zwölf Fernsehprogramme und vier Radiosender über Handy empfangen werden. Neben den beiden ORF-Programmen sind die Privaten ATV und Puls 4 mit an Bord, sowie die großen deutschen Privatsender RTL, ProSieben, Sat.1 und VOX. Weiters im Angebot sind N24, SuperRTL, der Sportkanal Laola1.tv sowie "Hot Tracks", ein Programm von Universal. Zu hören gibt es die Radioprogramme von Ö3 und Ö1, Kronehit und Lounge FM. Zusätzlich wird ein Premiumpaket angeboten, die Programmbelegung befindet sich laut Koppel in der Finalabstimmung.
ORF 1 mobil derzeit am beliebtesten
In Österreich ist Fernsehen am Handy schon jetzt über UMTS möglich. "3" hat nach eigenen Angaben rund 100.000 Kunden, die dieses Angebot mindestens einmal monatlich nutzen. Am häufigsten sehen sich die Zuschauer Sendungen auf ORF 1 an, zeigt eine "3"-Statistik über die Einschaltquoten. ORF 1 erreicht 22 Prozent der Nutzer, gefolgt vom mobilen TV-Programm 3Live mit 15 Prozent. Der Jugendsender Nick kommt auf sieben Prozent, Puls 4 liegt mit MTV und dem Mobilprogramm Crime bei sechs Prozent.
DVB-H steht für Digital Video Broadcasting-Handhelds und ist ein Übertragungsstandard, mit dem digitale Rundfunkprogramme über kleine oder mobile Geräte empfangen werden können. Ähnlich wie beim terrestrischen Radio und TV werden die Signale über eine Antenne ausgestrahlt. Gegenüber bisherigen Übertragungstechnologien wie DVB-T bietet DVB-H unter anderem eine höhere Bildqualität, mehr Interaktionsmöglichkeiten und einen besseren Empfang. (apa/red)
