Ernsthafter Rivale für eeePCs am Start:
Mini-Notebook One A120 unter 300 Euro
- Vor allem bessere Akkulaufzeit könnte punkten
- Reines Linux-Netbook für 99 Euro auch in Planung

·Weltweiter Boom um
Mini-Notebook EeePC
Größere Version steht vor der Markteinführung
·EeePC: Winzling von Asus im Rampenlicht
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das 299-Euro-Notebook
Der deutsche Computerhändler Brunen IT Distribution hat mit dem "One A120 Mini-Notebook" einen ernsthaften Konkurrenten für den EeePC auf den deutschen Mini-Notebook-Markt gebracht. Das Produkt verfügt über eine vergleichbare technische Ausstattung. Er wird jedoch mit Windows XP als Betriebssystem ausgeliefert und kostet mit 279 Euro etwas weniger als der Wegbereiter dieses Notebooksegments aus dem Hause Asus.
Der EeePC ist nur gegen Aufpreis samt Microsoft-Betriebssystem erhältlich. Allerdings liefert One seine Geräte mit einem weniger umfangreichen Softwarepaket aus, lediglich die Office-Version von Ashampoo ist beigelegt.
Vier Gigabyte minus Betriebssystem
Der Mini-Computer von One ist mit einem sieben Zoll großen Display ausgestattet, das mit 800 mal 480 Bildpunkten aufwartet. Als Herzstück schlägt ein C7M-Prozessor von VIA, der mit 1,0 Gigahertz getaktet ist. Als Hauptspeicher steht dem System ein 512 Megabyte großer DDR2-Speicherriegel zur Verfügung. Daten können auf der vier Gigabyte großen Flash-Disk abgelegt werden. Allerdings ist hier auch das für das Gerät adaptierte Betriebssystem abgespeichert. Mit seiner Umwelt kommuniziert das Notebook entweder über ein Modem, eine Ethernet-Schnittstelle oder über das eingebaute WLAN-Modul.
Überlegene Akkulaufzeit
Des weiteren bietet das One A120 zwei USB-2.0-Anschlüsse, einen Card-Reader für SD-, MMC- und MS-Speicher, eine Webcam mit 0,3 Megapixel sowie einen VGA-Ausgang. Die Abmessungen des One-Produkts sind ebenfalls gut mit den Konkurrenzprodukten vergleichbar. Das Notebook misst 17,1 mal 24,3 mal 2,8 Zentimeter und bringt 950 Gramm auf die Waage. Der mitgelieferte Akku hat eine Kapazität von 440 mAh und versorgt das Gerät etwa vier Stunden lang mit Energie.
"Wollen bis Ende des Jahres 100.000 Stück absetzen"
Mini-Notebooks sind derzeit der Kassenschlager bei den Händlern. Allerdings steht der Kunde hierbei vor der Wahl, auf ein günstiges Produkt lange warten zu müssen oder aber zu einem teureren Gerät zu greifen. Denn die Notebooks in der 300-Euro-Klasse sind in den heimischen Läden entweder ständig vergriffen oder mitunter noch gar nicht erhältlich. Verfügbar sind dagegen meist jene Mini-Notebooks, die preislich deutlich über 500 Euro liegen. Lieferengpässe erwartet Frank Brunen, Geschäftsführer von Brunen IT, beim One-Gerät allerdings keine. "Wir haben aktuell 30.000 Stück bestellt und wollen bis Ende des Jahres 100.000 Stück absetzen", meint Brunen im Gespräch mit pressetext. Allerdings ist in den kommenden sechs Wochen noch einiges von Brunen IT zu erwarten. Wer mit vier Gigabyte Speicher nicht auskommt, der kann künftig zum Aufpreis von rund 40 Euro sein Gerät mit einer 60-Gigabyte-Platte konfigurieren.
Es geht auch noch billiger
Des weiteren plant Brunen, eine Linux-Version des Mini-Notebooks auf den Markt zu bringen. Dieses werde mit ähnlicher Oberfläche und Software wie der EeePC geliefert werden und verfügt nur über zwei Gigabyte Flash-Speicher. Allerdings geht es mit dem Preis deutlich bergab. "Das Linux-Netbook ist für 199 Euro erhältlich", sagt Brunen. Gedacht ist es lediglich zum Surfen, Kommunizieren und dafür, einfache Office-Arbeiten durchzuführen. Diese Internet-only-Schiene will Brunen schließlich auch im Desktop-Bereich umsetzen. "Wir werden einen Linux-Desktop anbieten, der mit einem Dual-Core-Prozessor, aber ohne Laufwerk für 99 Euro erhältlich sein wird. Es ist ein billiger Computer, der lediglich als Zugang zum Internet dienen soll", so Brunen. Das Laufwerk kann jedoch für 29 Euro optional nachgerüstet werden. (pte/red)
