Trauriges Jubiläum in der Internet-Welt:
Spam-Mail nun dreißig Jahre alt geworden
- Absender bekam Ärger mit Verteidigungsministerium
- Benennung nach einem Dosenfleisch in GB und USA

·Spam: Zeitfresser
für den Arbeitgeber
Datenmüll kostet täglich 350.000 Arbeitsstunden
·Digitaler Datenmüll wird effektiv verteilt
85% des Spams stammt von nur sieben Botnetzen
·"Captcha" geknackt: Spamwelle befürchtet
Free-Mail-Anbieter gern im Visier von Hackern
·"Bei knapp 100 % Spam ist E-Mail tot"
Harter Kampf zwischen Spammern und Jägern
·90 Prozent aller E-Mails sind nur Spam
Rückgang bei Versand von Phishing-E-Mails
·USA und China haben die größten Spammer
Großteil des Datenmülls stammt von Zombie-PCs
·Kriminelle überfluten das World Wide Web
Rund ein Viertel aller PCs
von Hackern manipuliert
·Viren und Hacker werden nicht stiller
Internet-Gefahrentrends für 2008 im Überblick
Am 3. Mai 1978 bekamen 400 am Arpanet (Vorläufer des Internet, Anm.) angeschlossene Benutzer an der US-Westküste die ersten als Spam eingestuften Werbemails in ihre Postfächer. Damals waren die Absender noch leicht zu identifizieren, berichtete der IT-Nachrichtendienst heise.de. So bekam der DEC-Mitarbeiter Gary Thuerk, der auf diese Art Zubehör für DECs System-20-Minicomputer anbot, Ärger mit dem Betreiber des Arpanets, dem amerikanischen Verteidigungsministerium.
Der Name "Spam" wurde allerdings erst 1993 vergeben. Benannt sind die Werbemails nach einem Dosenfleisch (Spiced Pork and Ham), das vornehmlich in den USA und Großbritannien verkauft wird. Seine Karriere als Synonym für Massenversand verdankt Spam einem Sketch der britischen Komiker-Truppe Monty Python, in dem durch ununterbrochene Wiederholung von "Spam, Spam, Spam...." die Komunikation zwischen den Besuchern eines Cafes zum Erliegen kommt. Ein ähnlicher Effekt entsteht im Internet, wo Spam nicht nur die Kommunikation, sondern auch ganze Server lahmlegt. (apa/red)
