"Eine Entlastung um 100 Euro"
- ÖGB-Präsident fordert 'echte Entlastung'

Steuerreform. ÖGB-Präsident Hundstorfer fordert ,echte Entlastung, alles andere ,werden wir nicht hinnehmen.
Die Steuereinnahmen sprudeln: 14,694 Milliarden Euro waren es im ersten Quartal 2008 um fast sechs Prozent mehr als 2007. Allein aus der Lohnsteuer flossen 4,88 Milliarden in die Staatskasse, um 8,4 Prozent oder 377,5 Millionen mehr als 2007 und deutlich mehr als budgetiert. Sowohl IHS-Chef Bernhard Felderer als auch WIFO-Vizechefin Margit Schratzenstaller rechnen damit, dass die Einnahmen aus der Lohnsteuer weiter hoch bleiben. Gleichzeitig halten sich die Österreicher beim Konsum zurück: Sie sind vorsichtig und sparen. Beides ist Wasser auf die Mühlen der Sozialpartner, die Montag der Steuerreformkommission ihre Forderungen darlegten. Im NEWS-Interview macht ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer klar, dass er sich diesmal nicht mit Peanuts abspeisen lassen wird.
NEWS: Die Sozialpartner haben der Steuerreformkommission ihre Wünsche präsentiert. Was muss für die SteuerzahlerInnen herauskommen?
Hundstorfer: Es muss eine echte Entlastung für jene geben, die zwischen 1.300 und 3.400 Euro verdienen. Das muss bei dieser Hauptgruppe der durchschnittlichen Einkommen 90 bis 100 Euro pro Monat ausmachen.
NEWS: Sozusagen ein Hundstorfer-Hunderter?
Hundstorfer: Zwischen 90 und 100 Euro müssen es nach Ansicht von ÖGB und Arbeiterkammer sein. Das ist eine unumstößliche Forderung. Die müssen auf dem Konto bleiben. Wir werden nicht hinnehmen, dass es das nicht gibt. Denn es kann nicht sein, dass wie bei der letzten Steuerreform eine Entlastung von ganzen 16 Euro herauskommt. Sonst ist das keine Steuerreform.
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