Gedenkveranstaltung im Sozialministerium:
70 Jahre nach Anschluss an das Dritte Reich
- Für Minister Buchinger bedarf es stetiger Mahnung
- "Soziale Sicherheit ist Bollwerk gegen Neofaschisten"

·63. Gedenktag für
Opfer von Mauthausen
Im Nationalrat wurde an getötete Kinder erinnert
Im Sozialministerium hat eine Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag des Einmarsches der Nazitruppen in Österreich sowie zum 63. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus stattgefunden. Sozialminister Erwin Buchinger betonte in seiner Rede die Bedeutung von sozialer Sicherheit und Vollbeschäftigung als "Bollwerk gegen die Agitation von Neofaschisten". Mehr als hundert Zeitzeugen, Widerstandskämpfer sowie Vertreter von Opferverbänden und politischen Organisationen nahm an dem Gedenken teil, hieß es in einer Aussendung.
Buchinger sagte, es bedürfe einer stetigen Mahnung, "niemals zu vergessen, wachsam zu bleiben und als Demokraten und Antifaschisten gegen die Feinde der Demokratie zusammenzustehen und demokratiefeindlichen Tendenzen mit Entschlossenheit entgegenzutreten". Österreich schulde den Opfern Dank, dass sie nach 1945 zum Gewissen der neuen Nation geworden sind, so der für die Opferfürsorge zuständige Sozialminister. Sie seien zu "ständigen Mahnern und Aufklärern gegen die Gefahren des Neofaschismus" geworden.
Der Sozialminister verwies auch auf die vom Parlament beschlossene Erinnerungszuwendung an ehemalige Widerstandskämpfer und Opfer der politischen Verfolgung, sowie deren Hinterbliebene. Geld könne das erlittene Unrecht zwar niemals abgelten. "Es soll aber eine Verbeugung Österreichs vor jenen Menschen sein, die ungeheuerliches erleiden mussten und für ein freies, selbstständiges Österreich gekämpft haben", so Buchinger.
(apa/red)
