'Schwieriges Marktumfeld': Swarovski muss
280 Mitarbeiter in Wattens/Tirol abbauen
- Bereits im März wurden 170 Verträge nicht verlängert
- 2008 soll Umsatz erstmals über 2 Mrd. Euro steigen

Schwacher Dollar und ein "schwieriger gewordenes Marktumfeld" bringen auch das Tiroler Traditionsunternehmen Swarovski in Schwierigkeiten. Darum hat sich die Geschäftsführung dazu entschlossen, am Standort Wattens 280 Mitarbeiter abzubauen. Nach Möglichkeit soll es keine Kündigungen geben.
Kündigungen sollen beim geplanten Abbau von insgesamt 280 Stellen auf 6.300 Mitarbeiter durch das Angebot neuer Arbeitsplätze in anderen Werken der Unternehmensgruppe wie zum Beispiel der Optik in Absam oder Tyrolit, durch Nicht- oder interne Nachbesetzung natürlicher Abgänge und den Verzicht auf Verlängerung befristeter Dienstverhältnisse vermieden werden, hieß es. Der Betriebsrat bestätigte den Beschluss der Geschäftsleitung und informierte die Belegschaft.
120 Mio. Investitionen
Wie es in der schriftlichen Erklärung der Geschäftsführung hieß, seien zusätzliche strategische Investitionen vorgesehen, um "die Innovationsführerschaft auszubauen und die Marktführerschaft des Geschäftsbereichs Kristall langfristig abzusichern". 120 Mio. Euro würden am Standort Wattens investiert. Auf Grund der Entwicklung der konzerneigenen Einzelhandelsaktivitäten sowie der Innovationspolitik in allen Bereichen erwarte sich das Unternehmen für 2008 eine weitere Steigerung des weltweiten Umsatzes im Geschäftsbereich Kristall auf erstmals über zwei Mrd. Euro.
Schwacher Dollar
Derzeit würden drei Faktoren die aktuelle Marktsituation erschweren: Die allgemeine Konsumschwäche in den USA, eine durch den schwachen Dollarkurs massive Verteuerung der Kristallkomponenten in den wichtigsten Absatzmärkten und Wettbewerber aus Billiglohnländern, die klassische Standardkomponenten in geringer Qualität imitieren, mit weitestgehend nicht EU-konformen Umwelt- und Sozialstandards produzieren und zu Niedrigstpreisen anbieten.
Von Jänner bis März hatte Swarovski bereits 170 überwiegend befristete Beschäftigungsverhältnisse nicht verlängert.
(apa/red)
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