11.5.2008 13:58

Ohne Fleiß kein Preis: Auf ÖFB-Team
warten in Sardinien harte Kondi-Schichten

  • Zwei bis drei Trainings pro Tag auf dem Programm
  • Kampf um EM-Leiberl spitzt sich immer mehr zu

Den Teamspielern steht im Rahmen des sechstägigen Trainingslagers auf Sardinien eine kräftezehrende Zeit bevor. Schon wenige Stunden nach der Landung bat Coach Josef Hickersberger seine Schützlinge zur ersten, wegen des Spiels gegen Spittal an der Drau (6:0) allerdings regenerativen Einheit. "Weil unsere Untersuchungen gezeigt haben, dass einige Spieler von der Belastung her schon am Limit sind", sagte der Teamchef.

Doch danach werden die 20 aktuellen Kadermitglieder voll gefordert, wenn zumindest zwei, manchmal sogar drei Trainings pro Tag auf dem Programm stehen. "Es geht in dieser Schärfe weiter, wie wir in Lindabrunn begonnen haben", kündigte Hickersberger an und betonte einmal mehr, welch große Bedeutung eine gute körperliche Verfassung für ein erfolgreiches EM-Abschneiden hat. "Wir sind zwar auf einem guten Weg, aber es ist noch Luft nach oben."

Nach dem Sardinien-Aufenthalt dürfte die intensivste Phase des Konditions-Schindens aber vorüber sein. In der darauffolgenden Woche übt die Mannschaft wieder in Lindabrunn, wo dann auch schon die Legionäre mit von der Partie sind. "Dann wird das Training anders ausschauen", meinte der Teamchef, der ab diesem Zeitpunkt die technisch-taktischen Übungen in den Vordergrund rücken wird, auch wenn parallel dazu und je nach individueller Verfassung der Spieler weiter intensiv an der Fitness gearbeitet wird.

Heißer Kampf ums Leiberl
Auf Sardinien ist auch ein heißer Konkurrenzkampf innerhalb des Teams um einen Platz im definitiven 23-Mann-EM-Kader zu erwarten, selbst wenn Hickersberger in diesem Zusammenhang bestenfalls mit Vorentscheidungen rechnet. "Denn die Legionäre sind ja noch nicht da, und es ist noch lange nicht gesagt, dass jeder Legionär bei der EM dabei ist."

Besonders intensiv dürfte um ein EM-Leiberl im Angriff gefightet werden, wo sich Erwin Hoffer beim 6:0 in Mattersburg gegen Spittal mit einem Doppelpack empfahl. Auch sein Rapid-Kollege Ümit Korkmaz machte gute Figur, erzielte er doch einen Treffer und bereitete zwei Tore vor. "Korkmaz war mit seinen Dribblings ein belebendes Element", sagte Hickersberger.

Der 60-Jährige sprach aber auch der ganzen Mannschaft ein Pauschallob für die Darbietung gegen den Kärntner Regionalliga-Club aus. "Das Team hat in den letzten Tagen viel trainiert, dafür war die Leistung ganz gut", meinte "Hicke" und hob die positive Stimmung innerhalb des ÖFB-Camps hervor. "Es ist ein EM-Feeling vorhanden, das merkt man in jedem Training. Positiv ist, dass Wille, Ehrgeiz und Einsatzbereitschaft vorhanden sind. Man merkt, dass jeder alles gibt, um sich für die EM zu qualifizieren."

Regen statt Sonnenschein
Bei Temperaturen um 17 Grad und Regen kletterten die Schützlinge von Teamchef Josef Hickersberger in Cagliari aus dem Charter der Adria Airways.

Der Wetterbericht verheißt auch für die nähere Zukunft nichts Gutes. Die 20-Grad-Marke dürfte das Thermometer in dieser Woche nur selten erreichen, außerdem sind ständig Regenschauer möglich. Hickersberger nahm es dennoch mit Humor: "In Lindabrunn wäre es zum Trainieren ohnehin zu warm gewesen."

Dem Teamchef bleibt als Trost die perfekte Infrastruktur, die den ÖFB-Tross erwartet. Die Teamspieler residieren im Fünf-Sterne-Hotel "Villa del Parco", das zum riesigen, insgesamt sieben Hotels umfassenden "Forte Village" einige Kilometer von Pula entfernt gehört. Weitere Bestandteile des Ressorts sind eine eigene Heiltherme sowie unter anderem eine Go-Kart-Bahn und ein Eislaufplatz zur Freizeitgestaltung.

(apa/red)

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11.5.2008 13:58
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