Team-Spieler mussten Wasser lassen:
Besuch von Doping-Kontrolloren im Camp
- Teamchef Josef Hickersberger: "Nichts Neues"
- Sechs Spieler wurden per Losverfahren "auserkoren"

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Österreichs Nationalteam hat im Camp in Lindabrunn Besuch von den österreichischen Doping-Kontrolloren bekommen. Die Inspektoren hatten alle 20 aktuellen Kicker auf einer eigenen Liste durchnummeriert, Teamchef Josef Hickersberger, Assistent Andreas Herzog und Conditioning Coach Roger Spry nannten daraufhin Ziffern und die den jeweiligen Zahlen zugeteilten Spieler mussten zum Test antreten - zum Handkuss kamen vier Austrianer (Joachim Standfest, Ronald Gercaliu, Sanel Kuljic, Franz Schiemer) sowie zwei Rapidler (Stefan Maierhofer, Andreas Dober).
Hickersberger, dessen Schützlinge schon in der Vergangenheit in Lindabrunn des Öfteren Bekanntschaft mit den Dopingjägern gemacht hatten, nahm die Kontrollvisite mit Gelassenheit zu Kenntnis. "Das ist für uns nichts Neues, wir haben damit gerechnet", bezog sich Hickersberger auf aktuelle und anstehende Fälle in Österreich.
Klare Vorgaben an die Spieler
Der 60-Jährige wies noch einmal darauf hin, dass es in punkto Doping für die Kicker vonseiten des ÖFB klare Vorgaben gebe. "Jeder Spieler ist verpflichtet, jedes Medikament und jedes Nahrungsergänzungsmittel unserem Teamarzt Dr. Ernst Schopp zu melden. Wir machen alles, um einen Katastrophenfall zu vermeiden, aber in erster Linie liegt es an den Spielern, sich dieser Situation bewusst zu sein", betonte der Teamchef.
Hickersberger selbst hatte in seiner aktiven Zeit nie zu einem Doping-Test antreten müssen. "Ich habe immer das Glück gehabt, von solchen Losentscheidungen nicht betroffen zu sein. Aber ich habe immer gehört, dass der Test unangenehm ist."
Erfahrungen mit Aufputschmitteln hat der Niederösterreicher aber in seiner aktiven Zeit gemacht, als in Fußballerkreisen die Einnahme des Mittels "Captagon" fast schon Usus war. "Ich habe das zwei-, drei Mal genommen. Dann bin ich draufgekommen, dass ich laufe wie ein Irrer, aber nie dort bin, wo der Ball ist. Mit hat einfach die Ruhe gefehlt und ich habe dann gesagt, ich kann damit nicht Fußball spielen", erklärte Hickersberger.
(apa/red)
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