9.5.2008 14:06

Ivo Vastic ist der "Häuptling Adlerauge":
Oldie schneidet bei Sehtests am besten ab

  • Sehkraft und Reizerkennung bei allen Spieler im Test
  • Neues "Isolationstraining" mit verbundenem Auge

Weniger die Beine denn die Augen der österreichischen Fußball-Nationalspieler waren zum Auftakt der vierwöchigen EURO-Vorbereitung in Lindabrunn am Freitag im Zentrum des Interesses. So wurden die ÖFB-Teamkicker mit den Ergebnissen der Sehtests konfrontiert. Mit einem interessanten, wenngleich nicht ganz überraschenden Ergebnis: Der Älteste im Team verfügt über die besten Wahrnehmungswerte. Ivica Vastic wurde von Teamchef Josef Hickersberger denn auch mit dem Prädikat "Luchs" bedacht.

Dass Vastic mit beeindruckender Übersicht gesegnet ist, hat der Teamchef freilich schon zuvor gewusst. "Man braucht ihm nur zuzusehen", sagte Josef Hickersberger. Ganz allgemein zeigte sich Hickersberger mit den Ergebnissen zufrieden. "Es geht darum, den Spielern das Problem bewusst zu machen und Möglichkeiten der Optimierung zu geben." Konkret war den Betreuern daran gelegen, das periphere Sehen der Akteure zu erfassen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Etwa für den Fall, dass das rechte Auge eines Spielers eine bessere Reizerkennung aufweist als das andere.

"Im kanadischen Eishockey wird das schon seit dem Zweiten Weltkrieg gemacht, bei Manchester United arbeitete man seit zehn Jahren auf diesem Gebiet. Auch Roger Federer und Michael Schumacher sollen sich dieser Methoden bedient haben", erklärte Hickersberger, der aber auch betonte, dass Verbesserungen nur langfristig möglich seien. Immerhin werden "weniger als fünf" Spieler aber nun kurzfristig mit Kontaktlinsen ausgestattet. Dass sie dieser Umstand verunsichern könnte, glaubt der Teamchef nicht: "Sie sind da sehr einsichtig. Außerdem wissen sie dann, dass sie sich bei der EM besser auf ihre Augen verlassen können."

Während zuvor eine intensive Übungseinheit auch mit dem Ball am Programm stand (Hickersberger: "Sie waren mit unglaublichem Einsatz bei der Sache"), wurden danach eben wieder die Seh-Fähigkeiten auf die Probe gestellt. "Hicke" hatte ein sogenanntes "Isolationstraining" angeordnet, bei dem die Spieler nur auf einem Auge sahen und erst am Schluss wieder über ihre gesamte Sehkraft verfügen durften. Hickersberger: "Da werden sie merken, um wie viel größer dann das Sehfeld ist."
(apa/red)

CASHPOINT - Wollen wir wetten?
Click!

9.5.2008 14:06
Seite bookmarken bei: ? Hilfe
zurück zur Startseite