6.5.2008 16:38

Euro-Turnierdirektor Christian Schmölzer:
Musste im kalten Wasser schwimmen lernen

  • Kärntner hatte "turbulente, aber auch lehrreiche Zeit"
  • Hofft auf nötiges Glück für ein erfolgreiches Turnier

Der Amtsantritt von Christian Schmölzer als Turnierdirektor der EURO 2008 stand unter einem denkbar schlechten Stern. Nur wenige Tage zuvor hatte der damalige UEFA-Boss Lennart Johansson den Fußball-Verbandspräsidenten Österreichs und der Schweiz wegen der Stadionproblematik in Zürich damit gedroht, die EM an andere Länder zu vergeben.

"Aber diese Zeit und wenige Monate später die Probleme mit dem Stadion in Klagenfurt waren die einzigen Dinge, die Krisen im Organisationsprozess ausgelöst haben", meinte Schmölzer, gab jedoch auch zu: "Es war eine Zeit der Unsicherheit, weil damals auch im Raum stand, die EURO nur an sieben Standorten zu spielen."

Mittlerweile ist der zweifache Familienvater praktisch alle Sorgen los, was die organisatorischen Arbeiten betrifft. Zu einer erfolgreichen EURO gehöre aber mehr als nur eine gewissenhafte Vorbereitung. "Wir wissen, dass wir auf eine Portion Glück angewiesen sind. Ich wünsche mir, dass wir das nötige Glück haben, damit das Turnier ein Erfolg wird", sagte der Kärntner. Er hofft in diesem Zusammenhang unter anderem auf schönes Wetter und ein erfolgreiches Abschneiden des ÖFB-Teams. Schmölzer versprach: "Österreich und die Schweiz werden auf das Turnier so gut vorbereitet sein, wie wahrscheinlich noch nie ein Land auf ein großes Fußball-Turnier."

Gewohnt, mit der Aufgabe zu wachsen
Seit Amtsantritt habe er eine "turbulente, aber auch lehrreiche Zeit" hinter sich gebracht. "Ich bin ins kalte Wasser geworfen worden und habe gut schwimmen gelernt." Er sei dankbar, diesen Job, der ihn im Moment rund zwölf Stunden täglich in Anspruch nimmt, ausüben zu dürfen. "Das ist eine einzigartige Aufgabe, denn es wird keinen österreichischen EM-Turnierdirektor mehr im eigenen Land geben. Und ich hatte Glück und war zur richtigen Zeit am richtigen Ort."

Schmölzer war in seiner aktiven Karriere als Tormann neben Spittal/Drau und Kottingbrunn auch bei Rapid und Austria engagiert. Seine Erfahrungen als Fußballer waren laut Schmölzer für seine aktuelle Tätigkeit von großer Bedeutung. "Der Leistungssport ist eine gute Lebensschule. Dadurch bin ich gewohnt, unter Druck zu arbeiten und mit der Aufgabe zu wachsen", meinte der 39-Jährige. (apa/red)

CASHPOINT - Wollen wir wetten?
Click!

6.5.2008 16:38
Seite bookmarken bei: ? Hilfe
zurück zur Startseite