Chef-"Botschafter der Leidenschaft" Palme:
Vom WM-Organisator zum EURO-Koordinator
- Deutsches WM-Organisationskomitee holte den Steirer
- Jetzt mit noch mehr Know-how im Einsatz für die EM

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Musste im kalten Wasser das Schwimmen lernen
Sein 30-jähriges Jubiläum im Fußball-Geschäft feiert Heinz Palme während der EURO 2008 im Juni. Wenige Tage nach dem EM-Schlusspfiff, am 5. Juli, tritt der geborene Steirer dann in den "Club 50+" ein. Bis zu diesen zwei runden Jubiläen hat Palme noch eine Menge Arbeit vor sich: Er ist neben seiner Funktion als EM-Koordinator der Bundesregierung auch noch Geschäftsführer der EURO-Initiative "2008 - Österreich am Ball".
Die Tätigkeit des obersten "Botschafters der Leidenschaft" ist geprägt vom EM-Slogan "Erlebe Emotionen!" Österreich werde laut Palme ein sehr guter EM-Gastgeber sein. "Wir haben gegenüber den Deutschen und ihrer WM 2006 den Vorteil, uns nicht ein neues Image verpassen zu müssen. Sie wählten das Motto: Zu Gast bei Freunden. Wir sind ein perfektes Tourismusland, haben Charme und Schmäh, das kann man nicht lernen, das muss man angeboren haben."
Karrieresprung im Nachbarland
Palme weiß, wovon er spricht, kann Vergleiche zwischen Deutschland und seiner Heimat, der WM 2006 und EM 2008, wohl am besten anstellen. Von Mai 2001 bis Oktober 2006 war er als Generalkoordinator des Organisationskomitees im Nachbarland und als Leiter der Abteilung Projekt-Management und Protokoll tätig, fungierte quasi als rechte Hand von OK-Chef Franz Beckenbauer. Die Deutschen hatten den kleinen Bruder ausgebremst, Palme vor der Nase weggeschnappt.
Das wäre eine riesige Chance für ihn und im Nachhinein betrachtet natürlich auch ein großer Schritt in seiner persönlichen Laufbahn gewesen, meint der 49-Jährige. Diese Erfahrungen kämen ihm für seine jetzigen Aufgaben zugute, er könne besser Fehler minimieren. "Meine Aufgabe ist es, Dampf und Aufmerksamkeit zu machen, alle Beteiligten zu mobilisieren. Zu avisieren, wie viel Zeit noch bleibt und wo Handlungsbedarf besteht."
Mit Zuversicht und gutem Vorbild zur EM
Sportlich ist nach Ansicht Palmes für das ÖFB-Team mit dem nötigen Glück zum richtigen Zeitpunkt und wenn wirklich alles passt, viel möglich. "Philipp Lahm hat mit dem ersten WM-Tor 2006 das erste Kapitel zum deutschen Sommermärchen eröffnet. Gelingt uns auch so ein Start, dann ist viel drinnen für uns", glaubt der Patriot. Teamchef Josef Hickersberger befindet sich auf dem richtigen Weg mit Spielern, von denen vor zwei Jahren niemand geglaubt hätte, dass sie einmal im EM-Kader stehen würden. "Außerdem beginnen alle 16 EM-Teilnehmer bei Null."
(apa/red)
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