Was haben Fußball, Schach und Theater gemeinsam? Blatter zieht kühne Vergleiche
- FIFA-Boss: "Fußball ist wie eine griechische Tragödie"
- Mitgliederzahl der FIFA bereits bei 250 Mio. Aktiven

"Fußball fasziniert die Welt!", jubiliert FIFA-Präsident Joseph S. Blatter. Die Zahlen des Internationalen Fußballverbandes geben dem Schweizer Recht: 208 Mitgliedsländer und etwa 250 Millionen aktive Fußballer weltweit gehören der FIFA an. Rund 30 Milliarden TV-Zuschauer haben die WM 2006 verfolgt. "Wenn man davon ausgeht, dass jeder Aktive in einem vierköpfigen Haushalt lebt, dann ist mehr als eine Milliarde Menschen auf der Welt direkt in den Fußball involviert", rechnet der 72-Jährige vor. Und schreckt nicht davor zurück, gewagte Vergleiche zu ziehen.
Vergleich 1: Die Embyrologie
Blatter: "Das Kicken ist ja eine natürliche Bewegung. Schon das Ungeborene führt solche Bewegungen im Mutterleib durch." Demnach eignet sich die Embryologie hervorragend, um zu erklären, warum Fußball eine größere Faszination als jede andere Sportart der Welt ausstrahle.
Vergleich 2: Schach
"Auch im Fußball gibt es Läufer, Springer, Türme und jemanden, den man schützt." Beim Brettspiel ist dies bekanntlich der König, beim "Rasenschach" bekanntlich das Tor. "Und um Erfolg zu haben, braucht es eine gute Mannschaft, nicht Individualisten."
Vergleich 3: Theater
Der 72-jährige FIFA-Präsident, der seit 1975 für die FIFA tätig ist, geht aber noch einen Schritt weiter: "Fußball ist das größte Theater. Er ist wie eine griechische Tragödie mit der Einheit des Ortes, der Zeit - aber den Ausgang kennt man nicht!"
(apa/red)
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