Der offizielle Ball der Euro stellt sich vor:
Fragen & Antworten zum "EUROPASS" hier
- Neue Oberflächenstruktur sorgt für mehr Power
- Ob Wind oder Regen: Der Ball bleibt unter Kontrolle

·Zwei Jahre geforscht:
"EUROPASS" ist fertig
Gänsehaut als Oberfläche
- von FIFA abgesegnet
·Name als Symbol:
Pass zwischen Länder
Österreich und Schweiz:
Gastgeber passen Ball
Vom 7. bis 29. Juni rollt in Österreich und der Schweiz der Fußball. Es wird der Nachfolger von Europameister Griechenland ermittelt. In 31 Spielen versuchen jeweils 22 Mann auf dem Grünen Rasen das Runde ins Eckige zu bringen. Damit der Fan in den Stadien und die Konsumenten vor den TV-Geräten alles Wichtige über den offiziellen EM-Ball wissen, hier einige Informationen über den "EUROPASS" im Frage- und Antwortspiel.
Welches ist der entscheidende Unterschied zwischen dem WM-Teamgeist von 2006 und dem EUROPASS 2008?
Das markanteste Merkmal ist die veränderte Oberflächenstruktur. Teamgeist war glatt, Europass hingegen ist mit einer sehr fein strukturierten PSC-Schicht überzogen. PSC steht für eine bessere Kraftübertragung (Power), mehr Effet (Swerve) sowie mehr Kontrolle (Control) unter allen Wetterverhältnissen. Sie gewährleistet eine optimale Griffigkeit zwischen Ball und Fußballschuh bzw. Ball und Handschuh.
Wieso werden herkömmliche Fußbälle aus 12 Fünf- und 20 Sechsecken hergestellt?
Diese Zusammensetzung bietet die optimale Kombination aus Performance, Stabilität, Ästhetik und Effizienz in der Fertigung. Würde man die Anzahl der Teile erhöhen, wäre der Ball noch "runder", allerdings wäre die Wirtschaftlichkeit in der Herstellung nicht mehr gewährleistet und die Oberflächenstruktur bestünde aus noch mehr unterbrochenen Flächen.
Warum wurde bei der Herstellung des Teamgeist (sowie des EUROPASS) die sogenannte Thermal-Bonding-Technologie (TBT) angewandt und warum besteht der Ball nicht mehr aus Fünf- und Sechsecken, sonders aus Panels?
Die Hauptintention bei der Entwicklung des Teamgeist war das Schaffen einer höheren Homogenität an der Balloberfläche. Durch die TBT (Klebetechnologie) und die revolutionäre Konstruktion aus 14 Panels werden Nähte auf der Oberfläche vermieden und die Berührungspunkte der Flächen werden um 60% reduziert. Das Ergebnis ist eine wesentliche homogenere, weichere und absolut runde Außenhaut.
Die Außenhülle des EUROPASS ist vollständig aus Kunststoff gefertigt. Warum sind Kunststoffbälle besser als die aus Leder?
Ein Lederball wird während eines Spiels erheblich schwerer. Er wird mit der Zeit rissig und nimmt daher Schmutz und Nässe auf. Ein Kunststoffball dagegen behält sein Gewicht konstant bei, ist so für den Spieler besser zu beherrschen, deutlich pflegeleichter und länger haltbar. Heutzutage ist das auch von der FIFA geregelt: Ein offizieller Spielball darf während eines Spiels nur unter zehn Prozent an Gewicht zulegen. Beim EUROPASS sind es weniger als ein Prozent.
Welche Tests werden bei der Entwicklung eines neuen Balls durchgeführt?
Die Bälle durchlaufen zunächst Eigenschaftstest nach offiziellen FIFA-Kriterien. Dabei werden z. B. Gewicht, Umfang und Rundheit getestet. Besteht ein Ball diese Tests, erhält er die Aufschrift "FIFA Approved", also ein Gütesiegel. Darüber hinaus führt adidas eigene Tests bezüglich der Flugstabilität, Reproduzierbarkeit, Haltbarkeit usw. durch.
Wie lange dauert die Entwicklung eines neuen Balls und wo wird der EUROPASS produziert?
Die Entwicklung eines neuen Balls dauert mindestens zwei Jahre. Der EM-Ball 2008 wird in Thailand hergestellt.
Wie viele EUROPASS-Bälle werden hergestellt und in der ganzen Welt vertrieben?
Im Zuge der EM 2004 in Portugal wurden sechs Millionen "Roteiro" verkauft. Mit dem EUROPASS soll auf diesem Erfolg aufgebaut werden und die Zahl der abgesetzen Stück noch weiter gesteigert werden.
(apa/red)
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