Obama kommt Weißem Haus Stück näher: Erstmals mehr Superdelegierte als Clinton
- Vier weitere Parteifunktionäre für Senator aus Illinois
- Zeichen für Siegesposition Obamas bei Demokraten

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Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Barack Obama hat erstmals mehr Superdelegierte hinter sich als seine Rivalin Hillary Clinton. Vier weitere dieser Parteifunktionäre, die bei ihrer Abstimmung auf dem Nominierungsparteitag freie Hand haben, stellten sich nun hinter den Senator aus Illinois. Darunter waren auch zwei Delegierte der Jungferninseln, die bisher Clinton unterstützt hatten.
Beobachter werteten die Tatsache, dass Obama bei den Superdelegierten so kräftig aufholen konnte, als Zeichen, dass er innerhalb der Demokratischen Partei zunehmend als Sieger betrachtet wird. Obama liegt um gut 160 Delegiertenstimmen vor Clinton. Auf dem Parteikonvent Ende August in Denver sind 2.025 Stimmen für eine Nominierung notwendig. Diese können die beiden Bewerber nur erreichen, wenn sie möglichst viele der insgesamt fast 800 Superdelegierten für sich einnehmen können. Rund 250 von ihnen haben sich noch nicht festgelegt.
"Bessere Chance"
Seit den Vorwahlen in North Carolina und Indiana, die insgesamt Obamas Führung bestätigten, stellten sich zwölf weitere Superdelegierte hinter ihn. Der im Rennen um die Kandidatur ausgeschiedene Demokrat John Edwards sagte, Obama habe "eine bessere Chance" als Clinton, den konservativen Herausforderer John McCain zu schlagen.
"Gehen wir einfach davon aus, dass Obama der Präsidentschaftskandidat ist. Denn alle Anzeichen zeigen in diese Richtung", sagte Edwards dem TV-Sender NBC. Andere Parteigrößen wie die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, der Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, oder Ex-Vizepräsident Al Gore haben sich bisher nicht öffentlich zu einem der beiden Kandidaten bekannt.
Erbitterte Kämpfe
Der Senator aus Illinois und die ehemalige First Lady liefern sich seit Monaten einen harten Kampf um die demokratische Präsidentschaftskandidatur. Da weder Obama noch Clinton in den noch ausstehenden Vorwahlen die erforderliche absolute Mehrheit von 2.025 Delegiertenstimmen erreichen können, werden auf dem Parteitag Ende August in Denver die Superdelegierten über die Präsidentschaftskandidatur entscheiden - falls Clinton nicht doch vorher noch das Handtuch wirft.
(apa/red)
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