Internationale Helfer dürfen nach Burma: Einreisebeschränkungen etwas gelockert
- Hilfskräfte in am schwersten betroffenen Gebieten
- Einheimische beginnen sich selbst zu organisieren

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In Burma hat die Militärregierung die Einschränkungen für internationale Helfer offenbar leicht gelockert. Einige Hilfskräfte aus dem Ausland seien auch in die am schwersten betroffenen Gebiete hineingelassen worden, berichtete Alexander Richter vom Johanniter-Hilfswerk aus Rangun in einem Telefoninterview mit der AP. Auch deutsche Mitarbeiter der Johanniter hätten die Militärkontrollen passieren können.
Wegen der Verzögerungen internationaler Hilfslieferungen organisiere die Bevölkerung des südostasiatischen Landes selbst Unterstützung für die betroffenen Gebiete, sagte Richter, der mit einem Erkundungsteam des Hilfswerkes eingereist ist. Einheimische kauften große Mengen Nahrung, um sie an Bedürftige in der Katastrophenregion zu übergeben. "Ich finde es sehr beeindruckend, dass die Leute selbst anfangen, sich zu organisieren und Lebensmittel zu verteilen", betonte Richter.
Auch die Armee verteilt nach Angaben des Johanniter-Helfers Lebensmittel an die Bevölkerung. Er habe Warenlager gesehen, in denen Soldaten die Menschen mit Tagesrationen von Reis und Wasser versorgten, sagte Richter. Die lokalen Märkte haben sich offenbar wieder leicht entspannt: Der Preis für Reis sei etwas gesunken.
Weiterhin Probleme gibt es jedoch mit der Erteilung von Visa: Während einige Mitarbeiter von Hilfsorganisationen als Touristen ins Land reisen, warten andere noch immer auf ihre Einreisegenehmigung, wie Richter beklagte.
Appell der EU
Die Europäische Union hat an Burma appelliert, mehr ausländische Helfer ins Land zu lassen. EU-Entwicklungshilfekommissar Louis Michel sagte, er begrüße Hinweise, dass sich der Zugang für Hilfsorganisationen verbessere. Allerdings sei ein gewaltiger internationaler Einsatz notwendig, um den Opfern des Zyklons im Irrawaddy-Delta zu helfen. Burma solle die Erfahrung nutzen, die die Experten in anderen Katastrophengebieten gesammelt hätten, sagte Michel. Die Europäische Union sei zu weiterer Unterstützung bereit, "aber die Mittel nützen nichts ohne eine professionelle Verteilung vor Ort", fügte der Belgier hinzu.
(APA/red)
