Appell für den Klimaschutz in Argentinien:
Kanzler sieht in Atomkraft keine Alternative
- Gusenbauer über "die Herausforderung unserer Zeit"
- Neue Technologien sollen neue Arbeitsplätze schaffen

·Lateinamerika in mehreren Rot-Tönen
'Lula', Bachelet, Chavez:
Links ist nicht gleich links
Bundeskanzler Gusenbauer bricht vor dem EU-Lateinamerika-Gipfel von Lima kommende Woche eine Lanze für den Klimaschutz. In einem auf Spanisch gehaltenen Referat im "Club Europeo" von Buenos Aires hielt der Bundeskanzler fest, dass die Frage der Klimaveränderung ein Problem darstelle, welches die Ebene der Nationalstaaten bereits weit übertreffe.
Die EU habe begriffen, dass es sich dabei um "die Herausforderung unserer Zeit" handle, meinte Gusenbauer in der argentinischen Hauptstadt, wo er auch mit Präsidentin Kirchner zusammengetroffen war. Es sei also höchste Zeit, Alternativen zu entwickeln. Österreich präsentierte Gusenbauer dabei als eines der führenden Länder in Sachen "erneuerbare Energien".
Diese Technologien hätten auch den Effekt, dass dadurch neue Arbeitsplätze geschaffen würden, wollte der Bundeskanzler das Thema auch für die süd- und mittelamerikanischen Länder schmackhaft machen. Die Staaten Lateinamerikas stehen vor dem Lima-Gipfel, bei dem Gusenbauer einen Arbeitskreis zum Thema Klimaschutz leiten wird, eher auf dem Standpunkt, dass sie als "Schwellenländer" nicht für verpflichtende Ziele bei der Reduktion von Schadstoffemissionen herangezogen werden sollten.
Gusenbauer: Kernkraft ist keine Alternative
Gusenbauer unterstrich auch die österreichische Haltung, dass die Kernkraft keine Alternative darstelle. Österreich sei das "Anti-Atomland" schlechthin, wo die Ablehnung der Kernenergie wohl Raten um die 95 Prozent erzielen würde. Allerdings räumte Gusenbauer auch ein, dass diese Haltung in der EU nicht auf allgemeine Zustimmung stoßen würde und dass Österreich selbst seine Kyoto-Ziele auch noch nicht erfüllt habe. Er verwies aber auf den jüngst initiierten "Energie-Masterplan". (APA/red)
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