Montag, 5. Mai 2008

Urteilsverkündung für "Fensterbohrer": 63-Jähriger erhält wegen Mord lebenslänglich

  • Deutschland: Rund hunderte Einbrüche & Diebstähle
  • Krimineller trieb auch in Österreich sein Unwesen

Der als "Fensterbohrer" bekanntgewordene Serieneinbrecher ist wegen Mordes zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Nach dem verkündeten Urteil des Landgerichts Wiesbaden hat der 63-Jährige Hunderte Einbrüche und Diebstähle in Deutschland, Österreich und anderen europäischen Ländern verübt und 2004 einen Immobilienmakler in Hamburg-Blankenese erschossen hat. Bei zwei weiteren Einbrüchen in Mainz und Wiesbaden schoss er ebenfalls auf die Bewohner, verfehlte diese aber.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den aus Uruguay stammenden Mann lebenslange Haft sowie Sicherungsverwahrung gefordert. Die Verteidigung plädierte auf 13 Jahre Haft. Der Angeklagte hat nach Einschätzung der Ermittler zwischen 1999 und 2007 mindestens 500 Einbrüche allein in Deutschland und Österreich verübt. Darüber hinaus soll er zahlreiche Diebstähle in Italien und den Niederlanden begangen haben.

Spezielle Einbruchstechnik
Wegen seiner speziellen Einbruchstechnik wurde der Mann jahrelang unter dem Begriff "Fensterbohrer" gesucht. Er bohrte Löcher in die Rahmen von Fenstern oder Türen und entriegelte diese anschließend mit einem Spezialwerkzeug. Der heute 63-Jährige war am 1. Juni 2007 in Wiesbaden festgenommen worden.

(apa/red)

5.5.2008 10:32