Befragungen des Verdächtigen beginnen:
Josef F. wird der Staatsanwältin vorgeführt
- Einvernahmen der Opfer ist noch "in weiter Ferne"
Haftprüfungstermin wurde auf Freitag festgelegt - PLUS: Ermittler untersuchen bestehende Hohlräume

·Zweiter Zugang zum Kellerverlies entdeckt
PLUS: Ermittlungen am Tatort enden in Kürze
·Josef F. in U-Haft
"ruhig und gefasst"
Verzichtet auf tägliche Bewegung im Freien
·Die BILDER vom Verlies in Amstetten
Hier mussten Elisabeth F. und ihre Kinder leben
·Die Chronologie des Missbrauch-Dramas!
KLICKEN: Der grausame Inzestfall von Amstetten
·Josef F. schon seit 1960ern amtsbekannt
Strafakt mit schweren Delikten in Linz entdeckt
Im Inzest-Fall von Amstetten soll der Verdächtige heute von Staatsanwältin Christiane Burkheiser befragt werden. Die Haftprüfungsverhandlung gegen den 73-Jährigen findet am Freitag statt. Die Befragung der Opfer ist noch "in weiter Ferne", hieß es seitens der Staatsanwaltschaft.
Sachverständige sollen indes frühestens kommende Woche ihre Arbeit am Tatort aufnehmen. Diese Woche sollen in dem Verlies die Ermittlungen dahingehend beendet werden, DNA-Spuren zu sichern bzw. Dokumentationen abzuschließen. Auch dürfte es noch Hohlräume geben, die untersucht werden, berichtete Oberst Franz Polzer, Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich.
Es werde nicht davon ausgegangen, in den Hohlräumen dramatische Funde zu machen. Dennoch werden diese untersucht, erläuterte der Kriminalist. Polzer verwies darauf, dass in dem Keller "größte Baubewegungen" stattgefunden hätten. Auch in weiteren Fragen, etwa wie Josef F. die Familie in dem Verlies versorgt habe, werde "alles überprüft", erläuterte der Polizeioffizier.
Polzer meinte, dass sich Josef F. im Verlies eine zweite Familie aufgebaut habe. Wie mit seiner 68-jährigen Ehefrau habe er mit seiner 42-jährigen Tochter sieben Kinder gezeugt. Die Motive dazu standen allerdings nicht fest.
(apa/red)
