Bures legt Vorschlag zum 'Papamonat' vor: Karenz soll gleich nach Geburt möglich sein
- Grüne und BZÖ stimmen zu, ÖVP überlegt noch
- Auch soll Vatermonat vollen Lohnausgleich bringen

·Wirtschaftlichkeit ist
Bures' Köder für ÖVP
Kinderbetreuung: Termin
für Verhandlung ist offen
·Bures von Ablehnung der Länder enttäuscht
Kinderbetreuung: Wien begrüßt Vereinbarung
·Kinderbetreuung: Bures & Länder uneins
Neuerliches Gespräch brachte keine Einigung
Rechtzeitig vor dem Muttertag geht die Polit-Debatte um den "Papamonat" in die nächste Runde. Frauenministerin Bures pochte einmal mehr auf die Umsetzung dieses Modells, das Vätern einen Karenz-Monat direkt nach Geburt des Kindes ermöglichen soll. Von Grünen und BZÖ kommt Zustimmung, die ÖVP verweist auf eine Arbeitsgruppe, die bis zum Herbst einen Vorschlag ausarbeiten soll.
Beim "Papamonat" spießt es sich unter anderem an der Finanzierung. Bures erneuerte daher am Samstag ihren Vorschlag, den Vätern zu erlauben, einen Monat ihres Kindergeld-Anspruchs vorzuziehen und damit direkt nach der Geburt des Kindes in Karenz zu gehen. Damit würde die Finanzierung erleichtert, argumentiert Bure und verweist darauf, dass Väter schon jetzt Anspruch auf Kindergeld (wenn auch nicht direkt nach der Geburt) haben.
ÖVP-Familiensprecherin Steibl reagierte erfreut und begrüßte, "dass Frauenministerin Bures von ihrer strikten Forderung nach einem Vaterschutzmonat analog zum Mutterschutz abzurücken scheint". Inhaltlich übte sich Steibl allerdings in Zurückhaltung und verwies auf die bis Herbst tagende Arbeitsgruppe unter Beteiligung der Sozialpartner. Der ÖVP gehe es nicht um "Schnellschüsse", sondern um ein "Gesamtpaket". Zuletzt hatte die ÖVP für Väter einen Rechtsanspruch auf zwei Wochen Urlaub nach der Geburt des Kindes vorgeschlagen, was Bures aber zu wenig ist.
Windeln wechseln mit vollem Lohnausgleich
Für einen Vatermonat mit vollem Lohnausgleich plädieren die Grünen. Wenn das nicht möglich sei, dann wäre der vorgezogene Kindergeldanspruch "zumindest die zweitbeste Lösung", sagte Grünen-Familiensprecherin Mandak. BZÖ-Familiensprecherin Haubner tritt ebenfalls für ein "Karenz-Splitting" ein. Sie habe das schon als Familienministerin vorgeschlagen, damals sei die SPÖ dagegen gewesen." (APA/red)
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