Unerlaubte Wildsau-Jagd von Strasser?
Pilz wirft verbotene Geschenkannahme vor
- Ex-Innenminister: "War mit Mensdorff nicht jagen"
- Strafanzeigen gegen Erlangung der E-Mails läuft

Eine Einladung zur Jagd an das Kabinett von Ex-Innenminister Strasser per E-Mail vom März 2002 durch den Geschäftsmann Mendsdorff-Pouilly erregt den Grünen Sicherheitssprecher Pilz. Er sieht mit der Einladung des Ehemanns der früheren Gesundheitsministerin Rauch-Kallat zur Wildsau-Jagd das Delikt der verbotenen Geschenkannahme für Beamte erfüllt.
Der frühere Innenminister Strasser weist den Vorwurf der verbotenen Geschenkannahme im Zusammenhang mit angeblichen Jagd-Ausflügen seiner früheren Mitarbeiter mit dem Rüstungs-Lobbyisten zurück. "Ich war mit Mendsorff nicht jagen", versicherte Strasser: "Ich bin Zivildiener. Ich habe in meinem Leben noch nie eine Waffe in der Hand gehabt." Für jene Beamte, die der Einladung gefolgt seien und noch im Innenministerium tätig sind, müsse es ein Disziplinarverfahren geben, so Pilz via "Standard".
Strassers damaliger Kabinettschef Ulmer kann sich nicht erinnern, teilgenommen zu haben, "ich gehe öfter jagen". Auch Mathias Vogl, Leiter der Rechtssektion im Innenministerium, kann sich nicht erinnern, ob er an der Jagd teilgenommen habe, sieht aber "nichts Verwerfliches". Eingeladen sei auch Philipp Ita, Kabinettschef unter Innenministerin Prokop gewesen. Oskar Gallop, unterdessen Landespolizeikommandant von Tirol, will keinen Kommentar abgeben, "weil es Strafanzeigen im Zusammenhang mit diesen Mails gibt, da man diese Daten offensichtlich rechtswidrig erlangt hat. Solange dieses Verfahren läuft, kommentiere ich das nicht." (apa/red)
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