Freitag, 9. Mai 2008

Politische Integration über Europa hinaus:
Kanzler Gusenbauer zu Gast in Argentinien

  • Präsidentin Kirchner: EU als Vorbild für Lateinamerika
  • Wirtschaftliche Abkommen im Fokus des Treffens

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner haben in Buenos Aires die Notwendigkeit der politischen Integration betont. "Die Europäische Integration ist nicht nur für Europa von Nutzen, sondern für alle, die mit Europa kooperieren wollen", sagte Gusenbauer nach dem Treffen mit Kirchner. Diese betonte, dass sie im Rahmen des kommenden EU-Lateinamerika-Karibik-Gipfels in der peruanischen Hauptstadt Lima auch ein Treffen zwischen der EU und dem Mercosur veranstalten will.

"Es wäre gut, wenn mehr Zonen ähnlich integriert wären wie die EU", sagte der Bundeskanzler. Kirchner unterstrich, dass die EU durchaus ein Vorbild für Lateinamerika sein könnte, wobei Argentinien und Brasilien eine ähnliche Vorreiterrolle spielen könnten wie Frankreich und Deutschland in Europa. Allerdings müsse auch Venezuela in diese Integration eingebunden werden.

Integration sei aber auch zwischen den "Blöcken" Europa und Lateinamerika notwendig, erklärte Kirchner. Daher sei es auch sehr begrüßenswert, dass eine große Wirtschaftsdelegation mit dem Bundeskanzler nach Lateinamerika gekommen sei. "Das ist ein positives Zeichnen. Die Diplomaten müssen reisen und Verträge abschließen, die Unternehmer kommen aber nur, wenn sie sich einen Profit ausrechnen."

Im Rahmen des bilateralen Treffens wurde unter anderem ein Luftfahrtabkommen zwischen Österreich und Argentinien unterzeichnet, dass die Aufnahme kommerzieller Flugverbindungen ermöglichen wird. (apa/red)

9.5.2008 19:45