Donnerstag, 8. Mai 2008

Doppelter Einsatz: Rasanter Rettungswagen
fährt bei Rotlicht zwei junge Frauen nieder

  • Wien: Unfallopfer liegen schwer verletzt im Spital
  • Einsatzwagen hatte Blutkonserven zu transportieren

Als sie offenbar bei Rotlicht eine Straße querten, sind zwei Fußgängerinnen in Wien von einem Einsatzfahrzeug niedergestoßen und schwer verletzt worden. Die 27 und 29 Jahre alten Koreanerinnen wurden in ein Spital eingeliefert. Die ältere Frau befinde sich in Lebensgefahr, so eine Polizeisprecherin. Der Lenker des Fahrzeugs der Blutspendezentrale blieb unverletzt, musste aber psychologisch betreut werden, teilte Andrea Winter, Sprecherin des Österreichischen Roten Kreuzes, mit.

Der Unfall ereignete sich auf der Wiedner Hauptstraße bei der Kreuzung Treitlstraße - Karlsplatz. Der Einsatzwagen war mit Blaulicht und Folgetonhorn stadteinwärts auf dem selbstständigen Gleiskörper unterwegs, um Blutkonserven in ein Krankenhaus zu bringen. Die beiden Frauen sollen nach Angaben des Lenkers vorerst in Straßenmitte stehen geblieben sein, dann aber plötzlich wieder losgelaufen sein. Die 27-Jährige erlitt laut der Beamtin schwere Kopfverletzungen, die ältere Frau einen Nierenriss und mehrere Knochenbrüche.

"Wir bedauern den Unfall natürlich", so Winter. Beim Lenker handle es sich um einen langjährigen Mitarbeiter, der bisher immer unfallfrei gefahren sei. Die Wiedner Hauptstraße war für die Aufräumarbeiten rund eine Stunde gesperrt. Bei Transportern für Blutkonserven handelt es sich übrigens um Pkw, teils mit Kühlvorrichtungen, die gebrandet und mit Blaulicht ausgestattet sind. Ob es sich um eine Blaulichtfahrt handelt, entscheidet laut Winter das jeweilige Spital, das Blutkonserven anfordert. (apa/red)

8.5.2008 15:40