Vergewaltigung im Kindesalter: 12-jähriger Bub soll jetzt in Anstalt eingewiesen werden
- Junge soll sich an Achtjähriger vergangen haben
- Juristische Folgen nach der Vergewaltigung unklar

Jener zwölf Jahre alte Bub aus Klagenfurt, der im Verdacht steht, ein achtjähriges Mädchen vergewaltigt zu haben, soll nun zumindest vorübergehend in eine Anstalt eingewiesen werden. Das plant jedenfalls die Jugendwohlfahrt. Missbrauchsfälle unter Kindern kommen laut Polizei eher selten vor, es gibt sie aber doch immer wieder einmal. Üblicherweise gelangen solche Fälle nicht an die Öffentlichkeit.
Das Geschehen hatte sich im Keller eines Wohnblocks der Landeshauptstadt ereignet. Der Zwölfjährige, der bereits mehrmals auffällig geworden war, soll nun laut Christine Gaschler-Andreasch, der Leiterin der Jugendwohlfahrt in Kärnten, therapiert werden. Der Bub ist den Behörden bereits bekannt. Gaschler-Andreasch: "Es gab viele Angebote für ihn und die Familie." Es habe seitens der Familie auch Bereitschaft gegeben, Hilfe anzunehmen, allerdings auch immer wieder Rückzieher. Ob der Zwölfjährige stationär in einer Anstalt untergebracht wird, ist aber noch nicht entschieden.
Ebenso ist noch offen, ob es für die Familie des Buben juristische Konsequenzen aus der Geschichte gibt. Die Staatsanwalt will jedenfalls prüfen, ob gegen das familiäre Umfeld vorzugehen ist.
Psychologische Betreuung gibt es auch für das Opfer und dessen Angehörige. Die Achtjährige hat nach dem Missbrauch Anspruch auf eine kostenlose Psychotherapie. Nach Angaben ihres Vaters ist sie traumatisiert, über mögliche Spätfolgen gibt es derzeit aber keine seriösen Prognosen.
(apa/red)
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