Freitag, 2. Mai 2008

Drama um den kreisrunden Haarausfall: Leider noch immer kein Heilmittel in Sicht

  • Weder Medikamente noch Lichttherapie helfen
  • Stress kann Haarausfall noch weiter verstärken

Bei kreisrundem Haarausfall gibt es keine Behandlung, die zuverlässig und sicher hilft. Eine Auswertung von 17 Studien ergab, dass keines der darin untersuchten Verfahren das Haarwachstum in den betroffenen Bereichen deutlich besserte. Allerdings konnten die Forscher der australischen Universität von Tasmanien für viele Methoden keine Aussage treffen, da es dazu keine hochwertigen Untersuchungen gibt.

Bei der Alopecia areata verschwinden die Haare an bestimmten Körperstellen, wobei der Ausfall oft schon vor dem 20. Lebensjahr einsetzt. Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Möglicherweise greift das Immunsystem die Haarfollikel an. Zwar kann Stress eine solche Reaktion verstärken, aber meist lässt sich kein klarer Auslöser identifizieren.

In der Metaanalyse werteten die Forscher um Mike Sladden Studien zu verschiedenen Behandlungsformen aus: Dazu zählten die Anwendung diverser Medikamente wie Kortikosteroide und Cyclosporine oder auch die Lichttherapie. Keines der Verfahren konnte den Haarausfall in nennenswertem Maß wieder rückgängig machen, wie die Forscher in der "Cochrane Database of Systemativ Reviews" berichten.

Sladden rät aber nicht grundsätzlich davon ab, Therapien auszuprobieren. Patienten sollten aber darauf achten, dass die Behandlung nicht mit Risiken verbunden sei. (APA/red)

2.5.2008 15:06