Grand Theft Auto IV jetzt neu im Handel: Branche hofft auf Fortsetzung des Erfolges
- Gewaltszenen sorgen für strenge Altersfreigabe ab 18
- "Hot Coffee Mod" sorgte beim Vorgänger für Skandal

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Das Warten der Videospiele-Community hat ein Ende: Der heiß ersehnte vierte Teil von Grand Theft Auto für die Konsolen Xbox 360 und Playstation 3 kommt in den Handel. Die Erwartungen an die Neuauflage der GTA-Serie des Spielentwicklers Take 2 Interactive sind dabei besonders hoch, gilt die Reihe doch als eine der erfolgreichsten der Branche überhaupt.
Rund 65 Mio. Exemplare sind bisher weltweit über die Ladentische gewandert. Analysten überschütteten die Veröffentlichung des aktuellen Teils schon im Vorfeld mit Vorschußlorbeeren. So rechnen sie mit einer hohen Nachfrage, die alle bisherigen Verkaufsrekorde brechen könnte. Der durch den First-Person-Shooter Halo 3 im Vorjahr aufgestellte Rekordwert von 300 Mio. Dollar Umsatz in der ersten Verkaufswoche sei erstmals wieder ernsthaft in Gefahr.
Vorschusslorbeeren und Kritik
Obwohl GTA IV von der britischen Games-Webseite Eurogamer schon jetzt als "Game of the Year" gehandelt wird und das Spiel von verschiedenen Fachmedien Höchstnoten in allen Kategorien erhalten hat, kommt der Titel nicht um Kritik herum. So wurde GTA IV von den zuständigen Behörden in den USA und Großbritannien aufgrund der beinhalteten Gewalt erst ab 18 Jahren freigegeben. Auch in Deutschland entschied sich die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle gegen eine Jugendfreigabe. "Bei der aktuellen Erscheinung der GTA-Reihe müssen Eltern daran erinnert werden, dass sie dafür zu sorgen haben, dass ihre Kinder nur mit solchen Spielinhalten in Berührung kommen, die ihrem Alter gerecht werden", zitiert BBC News aus einem Statement der US-Regulierungsbehörde Entertainment Software Rating Board. Es sei unbedingt erforderlich, dass sich Eltern zum Schutz ihrer Sprösslinge an die angegebenen Altersfreigaben halten würden.
Faktoren für den Erfolg
Bei GTA IV schlüpft der Spieler in die Rolle des Gangsters Nico Bellic, der in einer virtuellen 3D-Stadt namens Liberty City eine Karriere als Kleinkrimineller startet und sich durch die Erfüllung verschiedener Missionen in mafiaähnlichem Umfeld hocharbeitet. Vor allem die freie Begehbarkeit, die Tiefe des Gameplays und die Storyline gelten in diesem Zusammenhang als Erfolgsfaktoren der Spielreihe. Diese sollen auch im neuesten Teil wieder Mio. von Spielern in ihren Bann ziehen. Neben der Hauptmission, die einen Spielspaß von 40 Stunden verspricht, soll es auch im vierten GTA-Teil eine Reihe von Nebenmissionen geben.
Nur heißer Café?
Für negative Schlagzeilen sorgte GTA Mitte des Jahres 2005. Ausgangspunkt dabei war die so genannte "Hot Coffee Mod", ein Patch-Programm, das es dem Spieler von "GTA: San Andreas" ermöglichte, nach langem Werben eine virtuelle Freundin ins Bett zu bekommen und mit ihr Sex zu haben. Obwohl die gefragten Szenen eigentlich keinerlei Details des Sexualakts beinhalteten, führte dieser Zwischenfall zu einer hitzigen öffentlichen Debatte, die auch auf politischer Ebene an Tragweite gewann. In der Folge entschuldigte sich Take-Two und legte eine bereinigte Version des Spiels vor. Einige Käufer der Erstausgabe des Videospiels strengten jedoch einen zivilrechtlichen Prozess an, der in einer Sammelklage mündete. Im November letzten Jahres stimmte Take 2 dann einem außergerichtlichen Vergleich, einem sogenannten "Settlement" zu. (pte/red)
