Krisengewinner: Profiteur Strache
- Umfrage: FPÖ schon bei 18 Prozent
Wie FP-Chef Heinz-Christian Strache mit den alten Haider-Rezepten wieder auf 18 Prozent kommt. Wer seine heimlichen Helfer sind und seine Abrechnung mit der ÖVP.
Er wirkt, als könne er sein Glück selbst nicht fassen als ob er selbst nicht ganz begreifen könne, wie leicht es doch sei. Dass er mit den Rezepten von gestern, mit der gleichen Mixtur, die schon sein großes Idol so weit gebracht hatte, wieder die gleiche Suppe kochen könne. Tatsächlich ist Heinz-Christian Strache auf dem besten Weg, ein neuer Jörg Haider zu werden.
Lachender Dritter. Die politische Großwetterlage, die neue große Liebe der rot-schwarzen Koalition, an die außer den Proponenten selbst keiner so recht glauben will, der neue (alte) Proporz und natürlich die EU-Ängste sind der Stoff, aus dem FPÖ-Chef Heinz-Christian Straches Träume gestrickt sind. In der aktuellen NEWS-market-Umfrage liegt die FPÖ bereits bei erstaunlichen 18 Prozent. Den grünen Hauptkonkurrenten (15 Prozent) hat Strache bereits klar abgehängt. Die internen Umfragedaten von SPÖ und ÖVP ergeben ein ähnliches Bild. Seit Monaten wächst die FPÖ ohne ihr Zutun langsam, aber konstant in der Wählergunst. Allerdings profitiert sie dabei vor allem von dem Frust der Wähler gegen die Großparteien, meint market-Chef Werner Beutelmeyer.
Denn in der Frage, wer der bessere Oppositionschef sei, liegt der angeschlagene Grünen-Chef Alexander Van der Bellen mit 45 Prozent klar vor Strache, der hier nur von 22 Prozent den Vorzug erhält. Straches Trost: Seine ehemaligen Kameraden vom BZÖ sind überhaupt nur noch eine Quantité négligeable: Würde am kommenden Sonntag gewählt, würden die Orangen mit drei Prozent den Einzug in den Nationalrat verpassen. Die andere Haider-Kopie neben Strache, BZÖ-Chef Peter Westenthaler, halten denn auch nur 11 Prozent für den besseren Oppositionschef. Und lediglich fünf Prozent empfinden das BZÖ als gute Oppositionspartei. Die FPÖ halten hingegen 30 Prozent für die bessere Oppositionspartei, die Grünen erhalten gar von 43 Prozent das Vertrauen.
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