'Der Horror Vater': Wie Josef F. zum Monster wurde. Warum das Drama nicht aufflog
- Coverstory: Der Horror-Vater von Amstetten
- Wie er 24 Jahre lang ein Doppelleben führte

Der Herrscher und sein perverses Doppelleben im Kerker. Das Drama einer Frau, die ihrem Vater sieben Kinder gebar.
Er zeigt keine Reue. Er schämt sich nicht. Er wirkt völlig gefasst. Er fühlt sich - noch immer - allmächtig. Mit ruhiger Stimme, in klaren Worten spricht Josef Fritzl pber seine Wahnsinnstat, schildert nüchtern die grauenvollen Details seines Verbechens. So, als würde er über den geplanten Kauf eines Grundstücks oder die technischen Vorzüge einer bestimmten Automarke sprechen.
Das Geständnis eines 'Monsters'.
Josef Fritzl, dieser hochgewachsene, gepflegte, distiguierte Mann, der angeblich bis dato nach außen hin "total unauffällig" gelebt haben soll - scheint völlig gefühlskalt.
Mitleid für seine Opfer, echtes Mitgefühl für seine Opfer, so sagt er, empfindet er nicht, habe er niemals empfunden. "Warum auch? Ich sorge immer gut für sie." Und der 73-jährige findet so viele Entschuldigungen für sein Handeln, für seinen Sadismus. Für all die entsetzlichen Dinge, welche er seiner Tochter, seinen Kindern, seiner ganzen Familie angetan hat, für Dinge, für die es wahrscheinlich niemals eine letztendlich gültige Erklärung geben wird.
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