Hickersbergers gemäßigte Euphorie nach Leistungstests: "Werte nicht so schlecht"
- Teamchef aber mit überwiegend positivem Resümee
- Überraschung bei erstmals durchgeführtem Sehtest

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Nach dem Abschluss der leistungsdiagnostischen Tests von 19 Bundesliga-Kickern des insgesamt 31 Mann umfassenden EURO-Großkaders und der Auswertung der Ergebnisse hat Österreichs Fußball-Teamchef Josef Hickersberger ein überwiegend positives Resümee gezogen. "Die Werte sind nicht so schlecht. Bei einigen besser, bei dem einen oder anderen sogar hervorragend", erklärte der 60-Jährige. Bei keinem Kicker seien die Werte dermaßen im Keller, dass er bis zum ersten EM-Spiel nicht noch die gewünschte Fitness erreichen könne, so Hickersberger.
Etwas amüsiert zeigte sich der Teamchef über die Bedeutung, die den Ergebnissen von den Kickern - wohl auch wegen des Konkurrenzkampfes um einen Platz im definitiven 23-Mann-EM-Kader - beigemessen werden. "Es ist unglaublich, wie die Kicker auf einmal fast schon enthusiastisch an den Werten und dem Trainingsprogramm interessiert sind."
Überrascht zeigte sich der Teamchef über die Aufschlüsse durch den erstmals vorgenommenen speziellen Sehtest. "Ich hätte mir nie gedacht, dass zum Beispiel ein Spieler mit Kontaktlinsen spielt, aber ohne Kontaktlinsen trainiert."
Gruppenbildung im Training
Nach dem Test-Ende für die Liga-Kicker (die Legionäre werden nach ihrem Einrücken ebenfalls noch auf Herz und Nieren geprüft) bekamen die Kadermitglieder individuelle "Tipps" für den Urlaub, der bis 8. Mai dauert. "Es gibt Vorschläge für jeden Spieler, wir appellieren aber auch an die Eigenverantwortung. Im Grunde ist jeder Spieler selbst für seine Fitness verantwortlich", sagte Hickersberger und ergänzte, dass aufgrund der Test-Auswertung im Training Gruppen zusammengestellt werden, je nachdem, in welchen Bereichen jeder einzelne noch Aufholbedarf hat.
Laut "Hicke" können in der unmittelbaren Vorbereitung auf die EM vor allem noch im Schnelligkeits-Ausdauer-Bereich Fortschritte erzielt werden, was das ÖFB-Team zumindest im physischen Bereich konkurrenzfähig machen soll. "Wir werden zu den fittesten Mannschaft zählen, das müssen wir einfach", versprach der Niederösterreicher.
Kein Urlaub für Rapid-Spieler?
Detail-Informationen über den aktuellen Zustand einzelner Spielern wollte Hickersberger nicht verraten. "Doch man kann mit freiem Auge sehen, dass ein Erwin Hoffer oder Ümit Korkmaz schnell sind." Die beiden Offensivspieler müssen allerdings so wie ihre Rapid-Kollegen Helge Payer, Jürgen Patocka, Markus Katzer, Andreas Dober und Stefan Maierhofer noch bis 10. Mai bei ihrem Club "nachtrainieren" und fallen damit um ihren Urlaub um, wobei Hickersberger noch auf die Nachsicht von Rapid-Coach Peter Pacult hofft. "Ob die Rapid-Spieler den einen oder anderen Tag frei bekommen, wird die Zukunft weisen. Bei manchen wäre eine Pause nicht schlecht." (apa/red)
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