Real Madrid deklassiert den FC Barcelona: Erzrivale mit 4:1 im Bernabeu gedemütigt
- Kein direkter Champions-League-Einzug für Barca
- Spanische Medien gnadenlos: "Habt Trikot entehrt"
Der spanische Meister Real Madrid hat den ewigen Fußball-Klassiker gegen Erzrivalen FC Barcelona nach Belieben dominiert und 4:1 (2:0) gewonnen. Im heimischen Bernabeu-Stadion erzielten Raul (13.), Arjen Robben (21.), Gonzalo Higuain (63.) und der zuletzt wegen einer Verletzung sechs Wochen pausierende Ruud van Nistelrooy (78./Elfmeter) die Tore für Real. Barcelona-Stürmer Thierry Henry erzielte in der 87. Minute den Ehrentreffer.
Barcelona hat bei zwei ausstehenden Spielen nun sieben Punkte Rückstand auf den zweiten Platz und damit keine Chance mehr, sich direkt für die Champions League zu qualifizieren. Die Katalanen fanden nie ins Spiel, Xavi wurde kurz vor Schluss nach einer Schiedsrichterbeleidigung ausgeschlossen. Für Trainer Frank Rijkaard war es wahrscheinlich das letzte "Clasico". Spanische Medien hatten berichtet, dass Ex-Barca-Spieler Josep Guardiola in der kommenden Saison sein Nachfolger werden soll.
Spott und Hohn
In den spanischen Medien wurde Barcelonas Demontage mit viel Spott kommentiert. "Barca stand 90 Minuten lang Spalier", schrieb die Zeitung "La Vanguardia". Nach spanischem Brauch waren die Barcelona-Spieler vor dem Spiel für den neuen Meister Spalier gestanden. Diese Ehrenbezeugung hatte vor dem Spiel für viel Aufregung gesorgt.
Das in Barcelona erscheinende Fachblatt "Sport" hatte die Barca-Fans aufgerufen, ihre Fernsehgeräte erst fünf Minuten nach dem Anpfiff einzuschalten, damit sie die Demütigung der Blau-Roten nicht miterleben mussten. Aber viel schlimmer als das Spalier war für Barca das, was danach kam.
Die Madrilenen wirkten in jeder Hinsicht energischer und frischer, obwohl sie gerade erst eine ganze Nacht ihre 31. Meisterschaft gefeiert hatten. "Wir wollten die Saison abrunden und den Fans ein gutes Spiel bieten", sagte Trainer Bernd Schuster. Sein Gegenüber Frank Rijkaard saß wie ein geprügelter Hund auf seiner Trainerbank. "Das Einfachste wäre, jetzt alles hinzuschmeißen", sagte der Niederländer. "Aber so einfach will ich es mir nicht machen." "Sport" ging mit den Blau-Roten hart ins Gericht: "Ihr habt das Trikot entehrt. Viele Spieler verdienen es nicht, auch nur einen Tag länger im Verein zu bleiben."
(apa/red)
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