Sonntag, 4. Mai 2008

Bei Derbysieg gegen Milan ist Inter Meister:
Trainer will Titel nach "echtem" Heimspiel

  • AS Roma lauert auf Platz zwei noch auf Minichance
  • Am Tabellenende wird es in letzten Runden noch eng

Ausgerechnet im Derby gegen den AC Milan kann Inter Mailand heute in der 36. Runde der italienischen Fußball-Serie A seinen 16. Meistertitel endgültig unter Dach und Fach bringen. Der dafür notwendige Sieg stellt allerdings keine leichte Aufgabe für die "Nerazzuri", die seit der sechsten Runde die Liga anführen, dar. Milan kämpft noch um den letzten zu vergebenden Champions-League-Qualifikations-Platz. Derzeit liegt man zwei Zähler hinter Fiorentina, das am Wochenende mit Abstiegskandidat Cagliari ein leichteres Los hat.

"Der Sonntag wird etwas Spezielles. Keines der Derbys, die ich bisher bestritten habe, kann man damit vergleichen - auch nicht jene in England", meinte Inter-Mittelfeldspieler Patrick Vieira in gespannter Erwartung des Mailänder Gipfeltreffens. "Das sind die Spiele, für die ich lebe." Club-Besitzer Massimo Moratti bezeichnete das Spiel sogar als "wichtiger als ein Champions-League-Finale".

Mancini will Titel erst im "echten" Heimspiel fixieren
Trainer Roberto Mancini, der laut Vorstandschef Ernesto Paolillo ("Wir haben mit Mancini den besten Trainer in Italien") auch in der nächsten Saison Inter-Coach bleibt, wünscht sich jedoch, den Titel erst im nächsten, "echten" Heimspiel gegen Siena am 11. Mai zu fixieren. Offizielles Heimteam im Derby ist nämlich Milan, bei einer eventuellen Meisterfeier gegen Siena wären dementsprechend mehr Inter-Fans im Stadion. Am Sonntag muss Mancini voraussichtlich auf den schwedischen Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic wegen Knieproblemen verzichten, beim Derbygegner fällt der am Oberschenkel verletzte Kapitän Paolo Maldini aus.

AS Roma lauert auf Platz zwei
Von einem Punkteverlust des Tabellenführers Inter möchte die AS Roma profitieren. Doch auch die Hauptstädter haben mit Sampdoria Genua, das noch eine Mini-Chance auf Platz vier besitzt, einen unangenehmen Gegner. Lassen die Römer Federn, hat wiederum Juventus die Möglichkeit, mit einem Sieg in Siena (Alexander Manninger) näher an Platz zwei zu rücken. Dieser bedeutet eine fixe Champions-League-Teilnahme in der kommenden Saison.

Heiße Kämpfe am Tabellenende
Im Tabellenkeller, in dem sieben Teams nur durch fünf Punkte getrennt sind, stehen in den abschließenden drei Runden noch viele direkte Duelle der Abstiegskonkurrenten an. Den Anfang machen am Sonntag Catania (14. mit 35 Zählern) und Reggina (18./33). Österreichs zweiter Serie-A-Legionär György Garics trifft mit dem neuntplatzierten SSC Napoli auswärts auf Torino. (apa/red)

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4.5.2008 14:14