Sonntag, 4. Mai 2008

Valentino Rossi gewinnt Shanghai MotoGP:
1. Saisonsieg für siebenfachen Weltmeister

  • KTM-Doppelerfolg in 250er-Klasse für Kallio & Aoyama
  • Andrea Iannone feiert ersten Sieg in Achtelliter-Klasse

Der "Dottore" ist wieder obenauf: Der siebenfache Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi hat sich mit seinem Sieg in Shanghai eindrucksvoll zurückgemeldet. Der italienische Yamaha-Pilot feierte damit erstmals seit 16. September 2007 wieder einen MotoGP-Sieg, es war der insgesamt 63. Erfolg für Rossi in der "Königsklasse".

Grund zum Jubel hatte aber auch das Red-Bull-KTM-Werksteam in der 250er-Kategorie: Der Finne Mika Kallio und sein japanischer Teamkollegen Hiroshi Aoyama (+3,238 Sek.) fixierten einen Doppeltriumph, den erst zweiten für KTM nach jenem am 15. Juli des Vorjahres auf dem Sachsenring, als Aoyama vor Kallio gewonnen hatte.

Kallio baut WM-Führung aus
Für den 27-jährigen Skandinavier war es der insgesamt elfte WM-Sieg, der vierte in der Viertelliterklasse. Damit baute er seine WM-Führung auf den Italiener Mattio Pasini (Aprilia), der den China-GP mit mehr als 13 Sekunden Rückstand auf Kallio auf Rang drei beendete, auf komfortable 21 Punkte aus. "Es war alles andere denn leicht, da die Strecke noch teilweise vom Regen sehr nass war", meinte Kallio nach seinem Triumph.

Erster Sieg für Iannone
In der Achtelliter-Kategorie durfte sich erstmals der Italiener Andrea Iannone als Sieger feiern lassen. Der Oberösterreicher Michael Ranseder (beide Aprilia) landete im Regen-Rennen auf Rang sieben und egalisierte damit sein bisher bestes Ergebnis. Im Vorjahr war er in Shanghai ebenfalls Siebenter geworden. In der WM führt weiter der Italiener Simone Corsi, der in China nach einer Kollision in der Anfangsphase ausgeschieden war. Ranseder liegt mit 12 Punkten auf Platz 16.

Valentino Rossi "überglücklich"
Fast acht Monate musste Rossi auf seinen 89. WM-Sieg warten. Doch in Shanghai fand der 29-Jährige zu alter Stärke zurück und gewann deutlich vor dem Spanier Dani Pedrosa sowie dem australischen Weltmeister Casey Stoner. "Ich bin überglücklich nach dieser langen sieglosen Phase. Das war eine schwierige Zeit für mich", betonte Rossi, der auch die guten Reifen für die Performance verantwortlich machte. Erst im Winter hatte sein Team den Pneu-Lieferanten gewechselt (von Michelin zu Bridgestone).

Ergbnis MotoGP (22 Runden a 5,281 km/116,182 km):
1. Valentino Rossi (ITA) Yamaha 44:08,061 Min. (Schnitt: 157,947 km/h)
2. Dani Pedrosa (ESP) Honda +3,890 Sek.
3. Casey Stoner (AUS) Ducati 15,928
4. Jorge Lorenzo (ESP) Yamaha 22,494
5. Marco Melandri (ITA) Ducati 26,957
6. Nicky Hayden (USA) Honda 28,369
7. Colin Edwards (USA) Yamaha 29,780

WM-Stand nach 4 von 18 Rennen:
1. Dani Pedrosa (ESP) Honda 81 Punkte
2. Jorge Lorenzo (ESP) Yamaha 74
3. Valentino Rossi (ITA) Yamaha 72
4. Casey Stoner (AUS) Ducati 56
5. Loris Capirossi (ITA) Suzuki 33
6. James Toseland (GBR) Yamaha 33
7. Colin Edwards (USA) Yamaha 31
8. Nicky Hayden (USA) Honda 29

(apa/red)

4.5.2008 12:43