Türkische Luftangriffe auf PKK: Angeblich 150 Kämpfer bei Bombardement getötet
- "Mehr als 150 Terroristen unschädlich gemacht"
- Türkei wird bei Angriffen von den USA unterstützt
Bei einem Luftangriff auf Stellungen der verbotenen, separatistischen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak hat die türkische Armee mehr als 150 PKK-Kämpfer getötet. Bei dem Luftangriff sind alle unter Beschuss genommenen Stellungen vernichtet worden, teilte der Generalstab mit.
"Nach einer ersten Einschätzung wurden bei der Operation mehr als 150 Terroristen unschädlich gemacht", erklärte die Armee auf ihrer Website. Es werde vermutet, dass bei dem Luftschlag auch führende Mitglieder der von der Türkei, aber auch von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuften PKK getötet wurden.
Bei ihren Einsätzen im Nordirak wird die türkische Armee von den USA mit Echtzeit-Aufklärung über Rebellen-Bewegungen unterstützt. Ende Februar hatten die türkischen Streitkräfte acht Tage lang Stützpunkte der PKK im Nordirak angegriffen, wo die Rebellen Unterschlupf suchen. Dabei kamen nach Militärangaben mehr als 250 Rebellen ums Leben. Nach Schätzungen der türkischen Armee halten sich im Nordirak mehrere tausend PKK-Kämpfer auf. Von ihren Rückzugsbasen dringen die Rebellen in die Türkei ein und verüben Anschläge auf Wachposten und Patrouillen der Armee.
Die türkische Luftwaffe hat Angriffe auf die PKK in den Kandil-Bergen nahe der Grenze zum Iran geflogen, in denen das Hauptquartier der Rebellen vermutet wird. Nach kurdischen Angaben bombardierte die Luftwaffe zwei Stunden lang verlassene Dörfer in der Provinz Suleimaniya. Ein Sprecher der PKK im Nordirak hatte der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak gesagt, bei den Angriffen sei kein PKK-Kämpfer getötet worden. (apa/red)
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