Samstag, 3. Mai 2008

Maddie ist vor einem Jahr verschwunden: McCanns glauben an Leben ihrer Tochter

  • Gebete & Lichterketten in Portugal und Großbritannien
  • Eltern Kate und Gerry gelten offiziell als verdächtig

Mit Gottesdiensten und Lichterketten gedenken Menschen in Portugal und Großbritannien der vor genau einem Jahr verschwundenen Madeleine. Die Eltern der damals Dreijährigen begannen den Tag mit einer stillen Andacht in ihrem Haus in Rothley in der mittelenglischen Grafschaft Leicestershire. Die Eltern, Kate und Gerry McCann, glauben, dass ihre Tochter noch am Leben ist.

Der Erzbischof von York - einer der stärksten Unterstützer von Madeleines Eltern Kate und Gerry McCann - schrieb aus Anlass des Jahrestages ein Gebet für die kleine Maddie. "Bewahre sie in Sicherheit und nimm ihr die Angst und die Sorgen", heißt es in dem Gebetstext von Erzbischof John Sentamu.

McCanns rufen zu Entzünden von Kerzen auf
Die McCanns hatten alle Menschen, die Mitgefühl ausdrücken wollen, zum Entzünden von Kerzen und Windlichtern aufgerufen. In dieser Zeitspanne war Madeleine am 3. Mai 2007 aus der Ferienwohnung ihrer Familie in dem portugiesischen Badeort Praia da Luz verschwunden. Das Motto der Lichterketten lautet auf Wunsch der Eltern "Erleuchtet den Weg nach Hause".

In Interviews kurz vor dem Jahrestag riefen sie erneut Menschen in aller Welt dazu auf, nach ihrem Kind Ausschau zu halten und alle möglicherweise zweckdienlichen Hinweise für die Suche nach Madeleine der Polizei zu melden.

Während Madeleines Mutter und Vater, die in Portugal immer noch offiziell als Verdächtige gelten, den Tag in England begehen, sind mehrere Verwandte des Mädchens nach Praia da Luz gereist. Sie wollen unter anderem an einem Gottesdienst in der Kirche des Badeortes teilnehmen.

(apa/red)

3.5.2008 10:25