Bombenanschlag auf Moschee im Jemen:
Mindestens 18 Tote nach dem Freitagsgebet
- Explosion wurde durch Motorradbombe verursacht
- Schiitische Rebellenorganisation dafür verantwortlich?
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Etwa 50 Leichen an der Küste Jemens angespült
Bei einem Anschlag auf eine Moschee im Nordwesten des Jemen sind nach Armeeangaben 18 Menschen getötet und 45 weitere verletzt worden. Der auf einem Motorrad befestigte Sprengsatz wurde nach dem Freitagsgebet vor dem Eingang der Salman-Moschee in Saada gezündet. Bei den meisten Opfern handle es sich um Moschee-Besucher, hieß es. Nach Angaben der Polizei befand sich auch eine Frau und ein Kind unter den Todesopfern. Die Behörden nahmen nach eigenen Angaben mehrere Verdächtige fest.
Ein Sprecher des Innenministeriums in Sanaa machte die schiitische Rebellenorganisation von Abdul Malik al-Houthi für das Blutbad verantwortlich. Die sogenannten Houthisten liefern sich seit 2004 heftige Kämpfe mit den staatlichen Sicherheitskräften. Dabei wurden inzwischen mehrere tausend Menschen getötet. Rebellenführer Abdul Malik al-Houthi wies das zurück. Er verurteile die Tat, erklärte er in einer Mitteilung an die Medien.
Der Anschlag zielte möglicherweise auf den Imam der Moschee, der zugleich auch Armeeoffizier ist. Der Mann blieb unverletzt. Die zumeist sunnitischen Armeeangehörigen sind regelmäßig unter den Gläubigen in der Moschee, die sowohl von Sunniten als auch von Schiiten besucht wird.
Friedensinitiative gescheitert
In der Region Saada im Nordwesten des Jemen waren die Kämpfe zwischen der Armee und den schiitischen Rebellen zuletzt wieder aufgeflammt. Kurz zuvor war eine Friedensinitiative des Golf-Emirates Katar gescheitert. Erst vor Kurzem hatten al-Houthis Rebellen der "Gläubigen Jugend" in Haidan nahe Saada vier Soldaten getötet. Die Houthisten lehnen die Herrschaft des jemenitischen Präsidenten Ali Abdallah Saleh ab. Sie fordern die Wiedereinrichtung der religiös geprägten Imam-Herrschaft, die 1962 durch einen Militärputsch abgeschafft wurde.
Beobachter sehen keinen Zusammenhang zwischen den Gefechten rund um Sadaa und den jüngsten Attacken auf ausländische Einrichtungen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa, die vermutlich von Al-Kaida-Terroristen verübt wurden. In den vergangenen Wochen waren in Sanaa unter anderem neben der US-Botschaft, in der Nähe der italienischen Botschaft und in einem Ausländer-Wohnviertel Mörsergranaten eingeschlagen. (apa/red)
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