Stillstand zum Holocaust-Gedenken: Olmert warnt vor Leugnung der Judenverfolgung
- Menschen verharrten landesweit in stiller Andacht
- Knesset: Überlebende verlesen Namen von Opfern
Zum Gedenken an die sechs Millionen während des Holocaust ermordeten Juden haben in Israel zwei Minuten lang die Sirenen geheult. Die Menschen verharrten in stiller Andacht. Landesweit blieb der Verkehr stehen und Autofahrer verließen selbst auf Autobahnen ihre Fahrzeuge. Direkt im Anschluss begannen überall Gedenkzeremonien.
Im israelischen Parlament, der Knesset, sollten Überlebende die Namen von Opfern verlesen. Zuvor hatte Israels Ministerpräsident Ehud Olmert auf der zentralen Gedenkveranstaltung in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem davor gewarnt, den Mord an sechs Millionen Juden zu vergessen oder zu leugnen. Niemand habe geglaubt, dass 63 Jahre nach Ende der Nazi-Herrschaft, der Hass auf Juden und Israelis "sein hässliches Haupt" an so vielen Orten weltweit erheben könne. Israel sage allen Holocaust-Leugnern und hasserfüllten Menschen, dass ein solches Verbrechen nie wieder geschehen werde, sagte Olmert.
Während der Gedenkfeier erzählten unter anderem sechs Holocaust-Überlebende, wie sie als Kinder während der Zeit des Nationalsozialismus die deutschen Konzentrationslager und den Tod von engsten Familienangehörigen wie Vater und Mutter erlebt und überlebt haben.
(apa/red)
Kinderschänder07:53
33 FestnahmenErmittlungen führen zu groß angelegter Aktion gegen mutmaßliche Pädophile
Weltnichtrauchertag 201208:03
38 Prozent rauchenUmfrage in Österreich: Ein Drittel davon greift regelmäßig zum Glimmstengel
