Donnerstag, 1. Mai 2008

Überaus blutiger April im Irak: Schwerste Verluste für US-Truppen seit September '07

  • In einem Monat über tausend Einheimische getötet
  • Insgesamt kamen bereits 4.000 US-Soldaten um

Die US-Truppen im Irak haben im April die schwersten Verluste seit einem halben Jahr hinnehmen müssen. Insgesamt seien 49 Soldaten getötet worden, teilte die US-Armee mit. Dies ist die höchste Opferzahl seit September 2007. Zudem starben mehr als 1.000 Iraker bei Kämpfen zwischen den einheimischen Sicherheitskräften und radikalen Milizen.

General Ham warnte jedoch davor, aus den Zahlen eine Verschlechterung der Lage im Land abzuleiten. "Es ist traurig, eine Erhöhung unserer Verluste konstatieren zu müssen", sagte das Mitglied des US-Generalstabs. "Aber das bedeutet nicht zwangsläufig, dass sich die Bedingungen der Einsätze geändert haben."

Mehr als 4000 US-Soldaten getötet
Von den 49 getöteten US-Soldaten starben den Angaben zufolge 23 in der Hauptstadt Bagdad, wo es zuletzt immer wieder Kämpfe mit radikalen Schiiten gab. Seit Beginn des Einmarsches im Irak im März 2003 wurden mehr als 4000 US-Soldaten getötet.

Auseinandersetzungen irakischer Sicherheitskräfte mit Schiitenmilizen waren nach Angaben der irakischen Sicherheitskräfte auch der Grund dafür, dass im April erneut mehr als tausend Einheimische getötet wurden. Mindestens 1073 Iraker wurden nach der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Unterlagen getötet.

Wie aus Berichten von Innen-, Gesundheits- und Verteidigungsministerium in Bagdad hervorgeht, starben bei Kämpfen im April 966 Zivilisten. Hinzu kamen 69 Polizisten und 38 Soldaten. Im März waren im Irak 1082 Einheimische getötet worden.

(apa/red)

1.5.2008 09:03