Mittwoch, 30. April 2008

Schatzsuche mitten in München: Beamte fanden in Lagerhalle wertvolle Maya-Kunst

  • Skulpturen und Masken im Wert von 64 Mio. Euro
  • Nach Besitzern der 1.100 Kunstwerke wird gesucht

Wie Schatzsucher müssen sich die bayrischen Beamten gefühlt haben, als sie in einer Lagerhalle seltenen Maya- und Azteken-Kunstgegenstände im Wert von 64 Millionen Euro sicher stellten. Wem die Skulpturen und Masken gehören, ist noch ungeklärt.

Das Bayerische Landeskriminalamt hat nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" mitten in München einen großen Maya- und Azteken-Schatz im Wert von mehr als 64 Millionen Euro "gehoben". Wie die Zeitung weiter schreibt, seien in einer Lagerhalle 1.100 vermisste Museumsstücke, darunter Skulpturen, Masken und Schmuckstücke, entdeckt worden. Mehrere südamerikanische Länder hätten bereits Rechtsansprüche angemeldet.

Ein Kunstsammler aus Costa Rica behauptet nach Angaben der Zeitung, er sei der rechtmäßige Besitzer. Das Landeskriminalamt habe die Kunstwerke im Auftrag von Interpol aufgespürt. Die Staatsanwaltschaft München habe die Beschlagnahme der Kunstgegenstände bis zur Klärung der Sachlage angeordnet, berichtete das Blatt weiter.

Die Kunstschätze werden möglicherweise noch jahrelang in Bayern lagern. Nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) wird es sehr zeitintensiv sein, die Eigentumsrechte an den antiken Gegenständen zu klären. In einem ähnlichen Fall ermittle das LKA seit Ende der 90er Jahre wegen gestohlener Kirchenkunst aus Zypern, sagte ein Polizeisprecher. (apa/red)

30.4.2008 14:25