Olympische Fackel besucht Nordkorea:
Jubelnde Menschenmengen begrüßen Feuer
- Feiernde Menschen säumten Weg des Fackellaufs
- Peking gilt als letzter Verbündeter Nordkoreas

Begleitet von jubelnden Menschenmengen ist das olympische Feuer durch die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang getragen worden. Wie erwartet verlief der Fackellauf ohne Zwischenfälle. Frauen in traditioneller Kleidung und Männer in westlichen Anzügen säumten laut Agenturberichten mit roten Plastikblumen in den Händen die Straßen entlang der Strecke.
Der letzte von 80 Fackelträgern beendete den 20 Kilometer langen Lauf mit dem Entzünden eines olympischen Kessels im Kim-Il-Sung-Stadion, meldete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Das olympische Feuer sollte noch am Abend zur nächsten Etappe nach Vietnam geflogen werden, der letzten Station vor der Rückkehr nach China. Es war das erste Mal, dass ein olympischer Fackellauf auch in Nordkorea stattfand. Peking gilt als der einzige noch verbliebene Verbündete Pjöngjangs. Im Koreakrieg von 1950 bis 1953 hatte China Nordkorea mit einer "Freiwilligen"-Armee aus einer Million Mann gegen die USA unterstützt.
In Südkorea war es trotz strenger Sicherheitsmaßnahmen zu vereinzelten Ausschreitungen zwischen pro-chinesischen und anderen Demonstranten gekommen, die gegen Pekings Tibet-Politik und Abschiebungen von nordkoreanischen Flüchtlingen in China protestiert hatten.
(APA/red)
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